Ich liebe es, Gäste zu bewirten! Ob das an meinem Beruf liegt, oder ob ich den Beruf aus dieser Leidenschaft heraus gewählt hatte, weiß ich gar nicht so genau. Und die Tatsache, dass ich professionelle Hilfe beim Kochen habe, schadet natürlich auch nicht.
Wenn man Gäste hat, vor allem wenn es nicht die allerengsten Freunde sind, möchte man sein Heim von der besten Seite präsentieren (genau so wie die Kinder, aber das ist ein anderer langer Post).
Damit man die Gäste auch genießen kann und nicht völlig fertig nach einem mehrstündigen Putzmarathon zusammenbricht, dafür gibt es ein paar einfache Regeln, nach denen man sein zuhause repräsentabel machen kann, ohne sich dafür zu verausgaben:
1. Nutzt die Küchenuhr
Die Methode könntet ihr schon kennen, wenn ihr bereits öfters einmal Posts von mir gelesen habt – ich stelle gerne einmal die Küchenuhr für ungeliebte Aufgaben ein. In diesem Falle kann man damit ein Zeitlimit setzen, um schnell fertig zu werden und nicht in irgendeiner Ecke aus versehen einen Großputz zu starten. Wir wollen ja nicht in der dreckigen Jeans die Türe öffnen, wenn die Gäste ankommen.
2. Wäschekorbmethode
Natürlich funktioniert diese Methode auch mit jedem anderen größeren Behälter: Wäschekorb in die Hand nehmen und ein mal durch die Wohnung laufen. Dabei alles aufheben und einsammeln, was an einem Platz ist, wo es nicht hingehört. Denn da wo es ordentlich ist, sieht es auch gleich viel sauberer aus!
Wenn man genug Zeit hat, kann man auf dem Rückweg den Wäschekorb wieder ausleeren, indem man noch einmal durch alle Zimmer läuft und alle Dinge dort hin legt, wo sie hingehören. Wenn nicht genug Zeit ist, wandert dieser Korb in eine Ecke, wo die Gäste in der Regel nicht hinkommen (Wäschekammer, Schlafzimmer…).
3. Prioritäten setzen
Meistens kommen unsere Gäste nicht in alle Zimmer, sondern nur in ein paar wenige Bereiche: Küche, Gästetoilette, Eingangsbereich, Wohn- und Esszimmer. Vor allem die Gästetoilette kann man einer kurzen Reinigung unterziehen. Hatte ich schon einmal erwähnt, dass man mit Fensterreiniger ein ganzes Bad putzen kann? Einsprühen – trockenwischen – fertig. Am Schluss noch kurz über die Toilette wischen, denn die Toilette ist sozusagen unsere Visitenkarte für die Sauberkeit unseres Hauses.
Wenn man nicht gerade mitten im Kochen eines Fünf-Gänge-Menüs ist, sollte man auch die Küche aufräumen. Sobald die Arbeitsflächen frei und sauber sind, sieht die Küche gleich viel ordentlicher aus.
4. Staubwischen
Natürlich sind wir alle vorbildliche Hausfrauen und haben NIE Staubflusen in unseren Wohnungen. Aber – Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Wenn wir mit dem Korb durch die Wohnung gehen und alles einsammeln (siehe Punkt 1), können wir auch gleich noch einmal diese Ecken und Staubflächen prüfen. Wenn uns etwas auffällt, kurz mit dem Swiffer-Staubwedel darüber gehen.
5. Böden
Es fühlt sich immer unangenehm an, wenn man über knirschende Fußböden läuft – und es fühlt sich nie sauber an, wenn es knirscht. Ob das nun Sand im Eingangsbereich ist, oder Krümel in der Küche. Wenn die Zeit ausreicht, einmal schnell durch die Zimmer saugen und ggf. in der Küche durchwischen (das ist der Zeitpunkt, an dem ohne schlechtes Gewissen die feuchten Wischtücher zum Einsatz kommen…).
6. Unsere Nase sieht viel!
Ein gut riechendes Haus macht immer einen guten Eindruck! Durch eine gute Duftkerze kann man in null-komma-nix eine entspannte und heimelige Atmosphäre schaffen und der Kerzenschein tut sein Übriges dazu.
Fertig! Jetzt können wir uns wieder um die Gäste kümmern und die Einladung genießen.
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