Montag, 30. April 2012

Wie die modernen Medien unsere Ehe beeinflussen.

Im Sommer letzten Jahres schrieb Courtney Joseph auf ihrem Blog "Women Living Well" eine Serie zum Thema Moderne Medien. Mir hat diese Serie besonders gut gefallen und ich hatte mich in einigen Passagen durchaus wiedergefunden. Mit freundlicher Erlaubnis von Courtney, habe ich diese Serie für Euch übersetzt und werde in den nächsten Wochen immer am Montag ein neues Kapitel posten:

Keith und ich waren vor sieben Jahren in Hilton Head, SC. Wir hatten unseren Sohn bei meinen Eltern gelassen um "mal wegzukommen" und um Zeit miteinander zu verbringen ABER das Blackberry war uns im Weg. Er verbrachte ziemlich viel Zeit damit - daher entschied ich eines Tages beim Mittagessen ein Foto zu machen - als Andenken sozusagen. Im ersten Bild kannst du noch zwei Sandwiches sehen und im zweiten - nur eines. Ich gehe davon aus, dass viele von euch das schon erlebt haben - dein Mann mag vielleicht körperlich nahe sein, aber sein geistig ist er dank der Technologie sehr weit weg.

   

Ich erinnere mich daran, als mein Mann seinen ersten Laptop von der Arbeit nach hause brachte - das ist über neun Jahre her und war bevor wir Kinder hatten. Er saß neben mir auf dem Sofa und tip, tip, tip war er weg. Ich fing an das Geräusch zu hassen, dass seine Finger auf dem Keyboard machten... das tip, tip, tip war wie Fingernägel, die auf einer Tafel kratzen, für mich. Warum? Weil der Laptop mit mir um die Aufmerksamkeit meines Mannes konkurrierte!

Dann, nur ein oder zwei Jahre später, kam das Blackberry. Es war großartig, weil mein Mann all seine Emails darauf abrufen konnte. Seine Freunde warnten ihn, dass das Blackberry einen süchtig machen konnte, wie Kokain (am. crack) - sie nannten es Crackberry! Es war diese Omnipräsenz des Telefons, die es mir so schwer machte damit klar zu kommen. Es klingelte während des Abendessens, mitten in der Nacht, in der Kirche, im Auto während der Fahrt und bei Familienfeiern. Jetzt konkurrierte ich mit einem Laptop UND einem Blackberry!

Dann änderte sich unsere Welt und ich bekam einen Laptop (und später auch ein Blackberry!)! Jetzt konnten wir nebeneinander mit unseren Laptops auf der Couch sitzen. Das Tippen störte mich nicht mehr, denn ich tippte jetzt auch. Ich betrat die Welt von Blogs, Facebook, Twitter, YouTube und Skype. Ich liebte all die Netzwerke und meine Möglichkeiten zu lernen waren unbegrenzt - von Rezepten über Dekoration bis Theologie und Erziehung - das WorldWideWeb faszinierte mich!

War all diese Technologie eine Quelle für Auseinandersetzungen in unserer Ehe? JA! Und tausendmal ja! Wir haben immer wieder darüber diskutiert wie viel zu viel ist und wann die richtige oder falsche Zeit für die Nutzung dieser Technologie ist.

Es fällt mir schwer mich an das einfache Leben von früher zu erinnern - als die einzige mediale Quelle in unserem Apartment als Neuvermählte der Fernseher war! Und es ist manchmal schwierig die Technologie zu handhaben, denn es gibt keine Vorbilder dafür, wie man mit ihr umgeht. Ich kann nicht sagen, dass "Mama und Papa es auf diese oder jene Weise getan hatten", denn sie hatten diese Technologie nicht. Jetzt haben wir beide iPods und iPads - neue Technologien fordern mehr Aufmerksamkeit. Jeden Tag müssen wir mit dem Gebrauch dieser Geräte neu zurechtkommen, denn uns ist klar, dass wir leicht mit der ganzen Welt in Verbindung sein können, während sich die Person neben uns auf dem Sofa von uns entfernt.

Ich habe schon früher erwähnt, dass Technologie amoralisch ist. Sie ist weder gut noch schlecht, nur die Art, wie wir sie nutzen, bedingt ihre Moral. Ich habe spirituell sehr von all den medialen Möglichkeiten profitiert, die ich täglich nutze, aber ich habe eine Liste von Fallen erstellt, die ich für Ehe & Medien sehe:

1. Zeit - wir müssen uns bewusst werden, wie viel Zeit wir online verbringen und wie viel Zeit wir dem gegenüber dafür aufwenden um den Bedürfnissen unseres Ehemannes gerecht zu werden. Vor allem denen im Schlafzimmer... ich sag's ja nur!

2. Vorsicht vor unangemessenen Online-Beziehungen

"Seid besonnen und wachsam und jederzeit auf einen Angriff durch den Teufel, euren Feind, gefasst! Wie ein brüllender Löwe streift er umher und sucht nach einem Opfer, das er verschlingen kann." (1. Petrus 5,8) Ich habe kürzlich gelesen, dass mittlerweile bei über 20% der Ehescheidungen die Nutzung von Facebook als Grund für die Scheidung angeben wird - da es in den meisten Fällen zu einer Affäre geführt hatte. Obwohl meine Ehe solide ist, möchte ich für den Teufel die Tür nicht offen stehen lassen, daher habe ich beschlossen alle Männer (außer Verwandten) von meiner Freunde-Liste auf Facebook zu löschen. Das ist meine persönliche Überzeugung und ich sage nicht, dass alle Frauen dies tun sollen - aber wenn du zur Zeit online mit einem Exfreund kommunizierst oder mit einem anderen Mann als deinem Ehemann flirtest - STOP! Ergreife jede Maßnahme die notwendig ist, um diese unangemessene Beziehung zu beenden.

3. Despektierliches Online-Gerede über deinen Mann

Es lässt mich zusammenzucken, wenn ich es sehe. Wir müssen unsere Worte vorsichtig wählen, wenn wir online über unsere Männer sprechen. Gerade weil Facebook so öffentlich ist, müssen wir uns in Acht nehmen nicht zu jammern, zu kritisieren oder uns über unsere Männer auszulassen, während es die ganze Welt sehen kann. Ich selbst habe gutgläubig aber ohne Erlaubnis Details über meinen Mann preisgegeben und ihn damit sehr verärgert. Einmal habe ich etwas über ihn geschrieben, von dem ich dachte, es wäre witzig und - lasst es mich einfach so sagen - er fand es überhaupt nicht witzig. Ups! Wir leben und wir lernen und das nächste Mal machen wir es besser. Es ist so wichtig auf die Gefühle unseres Mannes zu achten und sie zu respektieren. Denkt daran, dass Gott gesagt hat, "dass die Ehefrau ihren Mann achten und respektieren soll." (Epheser 5,33). Was wir über unsere Männer online schreiben, soll herausragen und sich von dem was alle schreiben abheben! Kein Niedermachen - nutzt diese Plattform lieber um ihn zu loben!!!

4. Leider ist durch das Internet P*grafie in christliche Haushalte gekommen, in denen vor 10 Jahren noch niemand Zugang dazu hatte.

Ich habe keine Erfahrung damit in meiner Ehe - aber für Frauen, die damit konfrontiert sind, habe ich eine Liste von 11 Hilfsmitteln für Frauen, deren Männer süchtig nach P*grafie sind erstellt.

5. Wir sehen das Leben der anderen und werden neidisch, mutlos und unzufrieden.

Wahrscheinlich sollte ich einen ganzen Post zu diesem Thema verfassen, denn es ist ein schwerwiegendes Problem, dass die sozialen Medien für Frauen geschaffen haben. Während es großartig ist sich zu vernetzen , kann es einer Frau, die wenig Geld hat, Kummer bereiten, wenn sie die Urlaubsfotos von anderen sieht. Für eine Frau, deren Mann sie nie zum Essen ausführt, kann es schmerzhaft sein, wenn sie von den Abenden anderer Paare hört. Es kann zu Vergleichen und zu einer "das Gras ist anderswo viel grüner" Mentalität führen, die Gift für deine Ehe ist! Wir können fälschlicherweise glauben, dass ein anderer Mann besser ist als unserer, wenn wir sie in Bezug auf Romantik, Spiritualität, Finanzen oder Fitness vergleichen. Alle Männer haben Fehler (genau so wie wir), alle Ehen haben Fehler - glaube nicht, dass das Gras irgendwo anders grüner ist, gieße und pflege lieber deinen eigenen Rasen und mach' dein Gras grüner!

Nun habe ich die negativen Seiten aufgezählt, aber ich weiß, dass es viele positive gibt. Es wäre wunderbar, wenn ihr eure Gedanken zum Thema Medien und Ehe in den Kommentaren teilt.

Walk with the King!

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Courtney Joseph schreibt auf ihrem Blog Women-Living-Well. Sie ist seit 12 Jahren mit ihrem Highschool-Freund verheiratet, unterrichtet ihre Kinder zuhause und hat ihren Abschluss auf dem Moody Bible Institut gemacht. Courtneys Leidenschaft dafür, andere Frauen zu helfen "gut zu leben", hat sie im November 2009 in die Rachel Ray Show gebracht. Seither schreibt sie auf ihrem Blog regelmäßig über Ehe und Familie.

Freitag, 27. April 2012

5-Minuten Tassenkuchen


Ich backe gern und oft, aber nicht immer brauchen wir einen ganzen Kuchen. Manchmal überkommt mich nur der Appetit auf eine süsse gebackene Kleinigkeit. Und da wir nicht den Luxus einer kleinen Bäckerei in der Nachbarschaft haben, war ich begeistert von dieser Idee, die ich vor kurzem fand.
Individuelle Kuchen, die man schnell und einfach in der Mikrowelle zubereiten kann.

Zimt-Streusel-Tassenkuchen

Man nehme eine mittelgrosse, mikrowellengeeignete Tasse.
Einen Esslöffel Butter hineingeben und für ein paar Sekunden in die Mikrowelle geben, so dass die Butter weich, aber nicht flüssig ist.
Zwei Esslöffel Zucker und 1/2 Löffel Vanillezucker dazugeben und mit einer Gabel gut verrühren.
Ein kleines Ei dazugeben, wieder gut umrühren.
Zwei Esslöffel saure Sahne oder Joghurt hinzufügen und verrühren.
Jetzt 3 Esslöffel Mehl und 1/8 Teelöffel Backpulver unterrühren.

Für die Streusel in einer extra Tasse oder kleinen Schüssel 1 Esslöffel weiche Butter, 2 Esslöffel Mehl, 1 Essslöffel braunen Zucker und 1/2 Teelöffel Zimt zu Streuseln vermengen.
Die Streuselmasse auf den Teig in der Tasse geben und für etwa 2 Minuten auf höchster Stufe in der Mikrowelle backen. Vorsicht! Der Kuchen wird sehr heiss sein, wenn er aus der Mikrowelle kommt, also lieber ein paar Minuten warten mit dem Geniessen, auch wenn es schwer fällt!

Und für alle, die lieber Schokolade mögen, gibt es hier den

Nutella-Tassenkuchen

In einer mittelgrossen Tasse (ca. 300 ml) ein Ei mit einer Gabel gut verrühren.
3 Esslöffel Milch und 3 Esslöffel Öl dazugeben.
2 Esslöffel Nutella dazugeben und gut verrühren.
2 Esslöffel Zucker, eine Prise Salz und 3 Esslöffel Kakaopulver unterrühren.
Zum Schluss 4 Esslöffel Mehl dazugeben und nur kurz rühren, bis es gut vermengt ist.


In der Mikrowelle auf höchster Stufe ca. 2 1/2 Minuten backen, abkühlen lassen und dann geniessen. Ein Favorit bei meinen Kindern!

Eure Stephie

Donnerstag, 26. April 2012

Blogparade: Rätsel, Regeln, Rituale

Die Eltern-Kind-Blogparade ist fast vorbei und eigentlich hatte ich für heute schon ein anderes Thema ausgesucht. Darauf müsst ihr nun doch noch ein wenig warten, da mir das Thema dieser Woche so gut gefallen hat, dass ich spontan ein wenig dazu zu sagen habe.


Rätsel, Regeln, Rituale und das im Zusammenhang mit Kindern und Familie? Dazu kann man Bücher füllen! Ich will mich kurz fassen...

Rätsel

Kinder-kriegen ist ein großes Rätsel, wenn man es das erste Mal ausprobiert und mit dem ersten Kind steht man vor ganz vielen großen Rätseln. Und es kommen immer wieder neue, kaum dass man glaubt, man hätte soweit alle gelöst. Ist das Neugeborene aus dem Gröbsten raus, wird es zum Baby und beginnt sich zu bewegen und zu kommunizieren, dann die erste Trotzphase, sehr rätselhaft... wenn sie Schulkinder werden, glaubt man es wird einfacher, da sie ja vernünftiger werden - ja schon... aber es gibt neue Rätsel; die stellen dann oft andere. Manchmal höre ich von Müttern mit mehr (längerer) Mama-Erfahrung als ich sie habe, wie das in der Pubertät werden könnte... ein Rätsel, das ich gar nicht so schnell lüften will!

Regeln

Um all diesen Rätseln nicht hilflos gegenüber zu stehen, braucht man Regeln! Wir alle müssen uns täglich an viele Regeln halten. Die elementarste davon: Wenn wir nicht essen, trinken und schlafen, sterben wir. Aber auch banalere Regeln wie: "Wenn man nicht einkauft, hat man nichts zu essen im Haus." wirken sich auf unseren Alltag aus. Unsere Aufgabe als Eltern ist es, unseren Kindern das Prinzip mit den Regeln beizubringen. Es beginnt bei den ganz kleinen beispielsweise mit der Regel: "Wer mit dem Essen spielt hat keinen Hunger mehr und dessen Teller wird abgeräumt." - meine Kinder beherrschen diese Regel und ich muss nur fragen, ob sie wirklich mit dem Essen fertig sind, schon hören sie auf. Größere Kinder lernen dann, dass Regeln nicht nur zuhause gelten: "Wenn ich meine Hausaufgaben vergesse, bekomme ich einen Strich und muss sie nachmachen..." und so weiter und so fort.

Kindern Regeln beizubringen ist oftmals sehr, sehr anstrengend. Die Regeln müssen eingehalten werden, die entsprechenden Konsequenzen umgesetzt werden und wir sprechen von vielen, vielen Wiederholungen, bis so eine Regel auch wirklich zur Gewohnheit geworden ist.

Aber irgendwann bekommen wir die Belohnung für unsere Mühe, wenn beispielsweise die Nachbarin erwähnt, wie schön die Tochter immer grüßt oder wenn man sieht, dass ich die Kinder sehr wohl bei Tisch zu benehmen wissen (wenn auch nur außerhalb und in größerer Runde...).

Rituale

Rituale helfen auch dabei Regeln zu lernen und Rituale helfen uns, in unserer hektischen Zeit zur Ruhe zu kommen. Die katholische Kirche bietet mit ihrem ritualisierten Gottesdienst solche Inseln der Ruhe an. Vor allem in meiner Heimatkirche habe ich oft das Gefühl, die Zeit würde stillstehen. Die Lieder, die ich schon seit meiner Kindheit kenne, lassen mich zur Ruhe kommen und Kraft für den Alltag tanken.

Genau so geht es unseren Kindern. Auch sie können in kleinen Ritualen zur Ruhe kommen oder Kraft tanken. Gemeinsame Mahlzeiten können solche Rituale sein, das Vorlesen am Abend, wie man Familienfeste feiert oder einfach nur kleine Abschiedsrituale am Morgen.

Für viele Mamas lästig, ist beispielsweise das mehrmalige Verabschieden im Kindergarten ein Ritual für die Kleinen und hilft ihnen, sich besser aus der sicheren Umgebung der Eltern zu lösen. Diese kleinen Rituale sollte man eher genießen, denn wie schnell geht es oft, dass die Kinder uns für viele Kleinigkeiten gar nicht mehr brauchen. Sie werden mit jedem Tag unabhängiger.

Rätsel - Regeln - Rituale gehören für mich zusammen! Welche Rätsel, Regeln oder Rituale habt ihr?

Einen schönen Tag wünscht Euch
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Mittwoch, 25. April 2012

Frühjahrsputz - LITE

Manchmal muss man alle fünfe gerade sein lassen um den Alltag zu meistern! Wir alle haben diese Phasen - wir sind übermüdet, ausgepowert und in unserem Terminkalender erscheinen für einen Termin, den wir (oft schweren Herzens) absagen, zwei neue... Da kommt auch noch das Frühjahr daher und schon wieder reden alle von Frühjahrsputz und Ausmisten.

Das Gefühl in uns ist da, dass auch unser Haushalt von Grund auf entrümpelt werden sollte und die Spinnweben in den Zimmerecken fallen uns schon kaum mehr auf. Aber wann??? Wann sollen wir das alles bewältigen??? Um zwei Uhr nachts sollte man schlafen, kann man zur Not einmal ein paar Emails schreiben, aber putzen... putzen kann man nach 18 Uhr nun wirklich nicht mehr!!!

Also lassen wir alles beim Alten, wischen einmal oberflächlich drüber und nehmen uns für das nächste Jahr ganz fest vor, endlich einen großen Frühjahrsputz durchzuführen.


Ganz ehrlich?! Das wird wieder nichts - das kann ich Dir jetzt schon sagen. Also warum nicht klein anfangen? Babyschritte... fünf, vielleicht 10 Aktionen durchführen.

Probier's dieses Jahr einmal aus! Drucke die Frühjahrsputz-Liste aus und schreibe Dir für jedes Zimmer eine Aufgabe auf. Oder nur für fünf Zimmer, wenn das realistischer ist. Du hast gar nicht so viele Zimmer in Deiner Wohnung, wie auf der Liste angegeben? Noch besser - das gibt ein paar dicke rote Striche, die motivieren!!! Ist doch gar nicht so viel.

Eine Aufgabe pro Zimmer und wenn die erledigt ist, hinten dran einen dicken Smiley. Geschafft!!! Nächste Aufgabe... ist doch gar nicht so schlimm. Am Ende wird gefeiert! Wir tanzen durch die Wohnung und machen mit den Kindern einen kleinen Ausflug...

Wenn Du fertig bist, freue ich mich über einen Kommentar oder eine Mail. Bist Du dabei? Viel Erfolg!
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Dienstag, 24. April 2012

Recycling Blumen

Meine Kinder und ich basteln sehr gern. Leider sind die Bastelmaterialien oft sehr teuer, also versuchen wir, auf preiswerte Alternativen zurückzugreifen. Verpackungsmaterial eignet sich hervorragend dafür! Jeder hat es im Haus und meine Kinder sind oft einfallsreicher und kreativer damit, als mit gekauften Bastelsets. Kürzlich habe ich mich an Blumen aus alten Eierkartons versucht.

Dafür schneidet man die individuellen kleinen "Schüsseln" aus dem Boden der Verpackung.


Diese werden dann in Blüten geschnitten. Ich habe zwischen 4 und 8 Blütenblätter gemacht. Dabei kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen und verschiedene Formen ausprobieren. Die Blütenblätter leicht nach aussen biegen.

Anschliessend habe ich die Blüten mit Farbe bemalt. Ich habe Wasserfarbe benutzt, aber auch Filzstifte oder Acrylfarben wären sicher gut geeignet. Nicht zuviel Wasser benutzen, da die Pappe recht saugfähig ist.


Nach dem Trocken schmücken meine Blüten nun einen einfachen Frühlingskranz.

Wie sieht Euer Recyclingbasteln aus? Welche Materialien benutzen Eure Kinder gern, die sonst in der Recyclingbox gelandet wären?

Eure Stephie

Montag, 23. April 2012

iPad, iPod, iPhone oder "das Große I AM"?

Im Sommer letzten Jahres schrieb Courtney Joseph auf ihrem Blog "Women Living Well" eine Serie zum Thema Moderne Medien. Mir hat diese Serie besonders gut gefallen und ich hatte mich in einigen Passagen durchaus wiedergefunden. Mit freundlicher Erlaubnis von Courtney, habe ich diese Serie für Euch übersetzt und werde in den nächsten Wochen immer am Montag ein neues Kapitel posten:


Als ich in das Thema dieser 8-Wochen-Serie "Medialer Montag" eingestiegen bin, habe ich mich dazu verpflichtet, meine Zeit am Computer zu protokollieren. Während dieser acht Wochen will ich bewusst leben. Ich will wissen, wie viele Stunden ich täglich am Computer verbringe und was in aller Welt ich dort tue. Mein Ziel ist es, nicht mehr als drei Stunden täglich online zu sein, Blog Posts verfassen, soziale Medien, wie Twitter, Facebook und Blogs lesen, YouTube-Videos ansehen und Emails beantworten eingeschlossen.

Die mit Medien gesättigte Welt von oben betrachtend, sehe ich eine Gemeinsamkeit: Wir sind eine abgelenkte Generation. Piepser und Klingeltöne bringen uns dazu wie Pawlov'sche Hunde zu reagieren! Egal wo wir sind - im Supermarkt, in der Kirche, mitten beim Abendessen oder sogar beim Autofahren - diese Klingeltöne bringen uns dazu, unser Telefon abzunehmen oder zum Computer zu rennen. Wir hoffen, dass uns dort etwas zum Lachen bringt, uns Sinn gibt, uns dazu bringt, uns geliebt zu fühlen oder dass wir diese wirklich wichtige Information bekommen, die unser Leben verändert.

Medien sind amoralisch. An und für sich sind sie weder gut noch schlecht. Wie wir sie benutzen entscheidet über ihre Moral. Da diese Technologie in der Bibel nicht erwähnt wird, müssen wir jedem Gläubigen die Möglichkeit geben seine eigene Überzeugung im Umgang mit den Medien zu finden und ihr zu folgen.

Aber lasst mich meine Besorgnis in ein paar Punkten mit euch teilen.

1. iPad, iPod und iPhone kann uns vom "Großen I AM" ablenken. Fast 20 Jahre lang, bin ich früh am Morgen aufgestanden um zu Beten und über Bibelstellen zu meditieren - aber in den vergangenen Jahren habe ich öfters diesen Zug zum Computer verspürt. Es fällt mir schwer, still zu sein und bei dem großen Glass vom erfrischenden Wasser des Lebens zu verweilen. Lieber, als es in kleinen Schlucken zu trinken, zu meditieren und für meine Familie und meine Freunde zu beten, trinke ich hastig, denn ich kann die Klingeltöne hören und weiß, dass viele Dinge online über Nacht passieren. Sobald ich online bin, hören die persönliche Andacht und die Gespräche, die ich mit dem "Großen ICH BIN" habe, auf.

2. Während Gott durch fromme Männer und Frauen online zu mir spricht, erduldet unsere Generation ein Überangebot an Information. Wenn wir online Weisheit suchen (und was für eine große Freude ist es mit erstaunlichen, gläubigen Männern und Frauen Kontakt zu finden!), möge es uns gelingen, niemals Weisheit durch Information zu ersetzen. Es sei denn, wir nehmen uns die Zeit, wirklich über das, was wir gelernt haben, nachzudenken, es aufzuschreiben, zu beten und es zu leben - viel von der Information, die wir lesen, werden wir schnell aus unserem Gedächtnis verlieren, wenn wir neue Informationen aufnehmen. Wir brauchen Zeit für Pausen, Aufarbeiten und ernsthafte Überlegungen. Das bedeutet, dass wir weniger online lesen oder nur auf ein paar Stimmen hören, so dass wir die Zeit haben, das zu leben, was wir gelernt haben.

3. Wir sind eine schnelle und effiziente Generation. Multitasking ist zu einer Tugend geworden. Aber wenn es um unsere Stille Zeit geht, dann ist das NICHT die Zeit um effizient zu sein! Wir wollen nicht durch eine Zwei-Minuten-Andacht rasen. Wir müssen Gott hochwertige und ein großes Maß an Zeit schenken.
Tim Challies schreibt in "The Next Story":
"Wir müssen Christen sein, die sich die Zeit nehmen um das ununterbrochene Augenmerk auf eine Sache zu richten - die Verehrung des lebendigen Gottes. Er ruft uns nicht dazu auf, das Studium seines Wortes oder die Andacht effizienter zu erfüllen. Gott ruft uns auf, sein Wort nachdenklich zu lesen, ihm die Zeit und die Aufmerksamkeit zu geben, die es benötigt - die Aufmerksamkeit die wir brauchen - wenn das Wort bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Gelenk und Mark durchdringen soll, wenn es über die Regungen und Gedanken des Herzens richten soll." (Hebräer 4,12)
4. Achtung - auch wenn die Medien kostenlos zu sein scheinen, sie kosten dich etwas sehr wertvolles - ZEIT! Die Medien sind dazu erdacht, dich einzunehmen - in einer gewissen Art und Weise emotional zu binden - "kauf mich, probier mich aus, sieh mich an" ("buy me, try me, watch me"). Es überzeugt uns. Es prägt uns. Es ändert unsere Art zu denken. Lass mich ehrlich sein - Es hat eine Zeitknappheit in meinem Leben verursacht.  Und das macht mich ratlos, denn alles um mich herum ist SO effizient. Mein Geschirrspüler spült mein Geschirr, während meine Waschmaschine die Wäsche wäscht und der Trockner sie trocknet. Mein Auto bringt mich schnell von einem Ort zum anderen und in meinem Supermarkt kann ich in Plastik eingeschweißtes Hähnchen, Obst und Gemüse kaufen (anstatt Hühner, Obst und Gemüse selbst zu ziehen). Warum also habe ich diese Zeitknappheit? Ich kann das nur auf die Zeit zurückführen, die ich mit den Medien verbracht habe - und genau deshalb verbringe ich die nächsten acht Wochen damit, meine Zeit zu protokollieren.
Haben wir die Kraft des "i(ch)" vergessen - nicht die des iPad, iPhone oder iPod, sondern die des GROSSEN ICH BIN (the GREAT I AM)?
Jesus sagte:
Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben (Johannes 6,35)
Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben. (Johannes 8,12)
Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden. (Johannes 10,9)
Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe. (Johannes 10,11)
Ich bin die Auferstehung und das Leben. (Johannes 11,25)
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. (Johannes 14,6)
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen. (Johannes 15,5)
Kann es sein, dass unsere Generation Zeit mit dem GROSSEN ICH BIN fehlt, aufgrund der Ablenkung von iPads, iPods und iPhones?

Wie ziehen dich die Medien an? Ist es die Information, die Weisheit, Tipps und Anleitungen, Unterhaltung, Beziehungen oder hat es andere Gründe? Und welchen guten oder schlechten Einfluss hat es auf deine Beziehung zu Gott?

Walk with the King!

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Courtney Joseph schreibt auf ihrem Blog Women-Living-Well. Sie ist seit 12 Jahren mit ihrem Highschool-Freund verheiratet, unterrichtet ihre Kinder zuhause und hat ihren Abschluss auf dem Moody Bible Institut gemacht. Courtneys Leidenschaft dafür, andere Frauen zu helfen "gut zu leben", hat sie im November 2009 in die Rachel Ray Show gebracht. Seither schreibt sie auf ihrem Blog regelmäßig über Ehe und Familie.

Samstag, 21. April 2012

Literatur-Stöckchen

Wenn sich die Gelegenheit ergibt, auch einmal ein wenig über mich zu erzählen und das noch auf lustige Art und Weise, bin ich in der Regel schnell dabei! Diesmal hat mir Stephanie von Mein kleines Familienunternehmen ein "Literatur-Stöckchen" zugeworfen. Ich "fass" es mal und spiele mit...

Gebunden oder Taschenbuch?
Egal! Gerne natürlich auch in digitaler Form für den Kindle.

Amazon oder Buchhandel?
Digital am liebsten Amazon und auch sonst aus Zeitmangel oft per Post - aber wenn ich einmal die Zeit finde, in ein Buchgeschäft zu gehen, komme ich seltenst ohne Buch wieder heraus.

Lesezeichen oder Eselsohr?
Lesezeichen - am liebsten eines pro Buch, das dann auch darin bleibt. Daraus ergeben sich oft schöne Erinnerungen, wenn man das Buch später einmal wieder zur Hand nimmt.

Ordnen nach Autor, Titel oder ungeordnet?
Bei der Menge der Bücher eher grob nach Themengebiet.

Behalten, wegwerfen oder verkaufen?
BEHALTEN! Aber es gibt auch Bücher, die man getrost dem Recyclingprozess zufügen kann - vielleicht wird ja dann doch noch einmal etwas brauchbares daraus.

Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?
Behalten.

Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?
Meistens mit - selten einmal ohne.

Kurzgeschichte oder Roman?
Roman - je länger je besser!

Aufhören wenn man müde ist oder wenn das Kapitel zu Ende ist?
Aufhören, wenn das Buch zu Ende ist; oder wenn man plötzlich während des Lesens wieder aufwacht.

„Die Nacht war dunkel und stürmisch” oder „Es war einmal”?
Ganz egal - kommt darauf an, wie es weitergeht.

Kaufen oder leihen?
Würde ich alle Bücher kaufen, die ich lese, hätte ich eine Bücherei und wäre komplett pleite.

Neu oder gebraucht?
Total egal, so lange man die Schrift noch entziffern kann.

Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?
Titel, Bucheinband, Klappentext.

Morgens, mittags oder nachts lesen?
Am liebsten den ganzen Tag - aber aufgrund anderer Verpflichtungen meistens nur nachts.

Einzelband oder Serie?
Wenn der einzelne Band gut war, dann auch gerne die ganze Serie.

Lieblingsserie?
Commissario Brunetti, ganz klar. Die Avalon Bücher, Harry Potter, Tintenherz - Tintentod...

Was auch ganz oft vorkommt: Wenn ich von einem Autor ein gutes Buch lese, bleibe ich diesem Autor treu und lese weiter.

Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat?
Bruni Prasske - Küsse in der Moschee
(Keine Ahnung ob das Buch bekannt ist oder nicht, ich fand es sehr spannend und interessant.)

Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?
Zwei Serien haben mich im letzten Jahr zum Schmökern gebracht: Zum einen die Kluftinger-Krimis und dann die Jahreszeitenromane von Nora Roberts - beides keine große Literatur aber wunderbar zum Abschalten!

Welches Buch liest du gegenwärtig?
Lacht nicht: The Good Girl's Guide to Great Sex von Sheila Wray Gregoire
(Ich war einfach neugierig, aber das Buch ist richtig gut!)

Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?
Anne auf Green Gables von Lucy Maud Montgomery habe ich in meiner Jugend bestimmt am häufigsten gelesen und neulich beim Blätter (die Frage war, ob ich es mit meiner Tochter schon lesen könnte) habe ich direkt wieder angefangen zu schmökern...

Lieblingsautoren?
Dan Bronw, John Grisham, Theodorf Fontane, Kishon, J.R.R. Tolkien

Die Liste ist weit entfernt von jeder Vollständigkeit, aber das, was mir spontan eingefallen ist. Ich gebe den Stab weiter an meine Co-Autorin Stephie und bin schon neugierig, welche Bücher sie gerne mag!

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Freitag, 20. April 2012

Kochen wie im Fernsehen

Habt Ihr schon einmal bei Wikipedia unter Kochsendungen nachgesehen? Die erste Kochsendung scheint das BBC ausgestrahlt zu haben: Cook's night out (Der Koch hat Ausgang) lief dort von 1937 bis 1939. Die erste Kochsendung, an die ich mich erinnern kann, ist Alfredissimo mit Alfred Biolek, allerdings hatte ich die nicht allzu oft verfolgt. Begeistert hat mich dann schon eher das Kochduell. Innerhalb von 15 Minuten mussten zwei Teams aus einem Lebensmittelkorb im Wert von € 10.00 ein möglichst kreatives Menü zaubern. Das war manchmal richtig lustig!

Nun sind diese Kochshows aber nicht nur dafür da, dass wir viel Spaß haben und uns eine halbe Stunde vor dem Fernseher ausruhen können. Wir wollen ja auch etwas lernen. Und uns interessieren nicht nur neue Rezepte. Bei diesen Kochshows kann man auch sehr viel darüber lernen, wie man kocht! Vor allem und gerade bei den Shows, bei denen das Menü noch nicht vorher feststeht und der Koch alles schon vor der Sendung vorbereiten (lassen) konnte.


Köche planen ein Menü

Ich habe noch NIE einen Koch beobachtet, der am Anfang des Kochprozesses nicht genau wusste, was er am Ende als Ergebnis auf dem Teller liegen haben wollte! Kennt Ihr das? Man beginnt zu kochen, findet noch dies und das in der Gemüseschublade und entscheidet sich kurzerhand um. Dass dabei am Ende schnell etwas anbrennt, oder ein Teil des Gerichtes nicht richtig gar ist oder eben zu früh, oder zu spät, kann schon einmal vorkommen.

Richtige Köche planen was sie tun! Das beginnt mit dem Einkauf und endet bei der Vorbereitung. An dieser Stelle darf ich allen die Menüplanung noch einmal ans Herz legen. Wer es noch nicht ausprobiert hat... jetzt wäre ein guter Zeitpunkt.

Köche bereiten alle Zutaten vor

Natürlich bekommen Fernsehköche ihre Zutaten von ihren Assistenten vorbereitet und auch jeder Koch mit ein wenig Berufserfahrung in einer Restaurantküche hat einen Commis oder einen Auszubildenden, der ihm zur Hand geht. Ich erinnere mich noch gut an meine Zeit in der Küche, als mir der Küchenchef um 14.30 Uhr zwei Steigen Kartoffeln und drei Kisten Salat hinstellte und dann ging die gesamte Mannschaft in die Teildienstpause... alle, bis auf den Azubi, der den Nachmittag mit Eis portionieren und Gemüse vorbereiten verbringen durfte.

Was wir lernen können? Wenn man all das Schneiden, Zuputzen und herrichten erledigt, bevor man mit dem eigentlichen Kochprozess beginnt, hat man alles zur Hand, was man braucht, wenn es darauf ankommt. Und für die bei denen es mittags schnell gehen muss... viele Vorbereitungen kann man schon am Abend vorher oder am Morgen erledigen!!!

Köche bereiten alle Zutaten am selben Platz vor

Gerade bei den Kochshows, bei denen die Köche vorher gar nicht wissen, was sie kochen sollen, müssen sie ihre Vorbereitungsarbeiten selbst durchführen. Und dann kann man nicht nur sehen, dass sie alle Vorbereitungen (Mise en Place) vor dem eigentlichen Kochprozess erledigen, sie machen das auch meist an einer Stelle. Das spart Zeit!

Köche benutzten das schärfste Messer aus der Schublade

Köche benutzen in der Regel keinen Quickchef, keinen Gurkenhobel aus der Verkaufsshow und auch keine Moulinette - sie benutzen ein Messer! Und das nicht, weil die Geräte (wie bei mir) in der hintersten Ecke der Vorratskammer stehen...

Sie benutzen auch nicht das alte Messer, das wir Muttern aus der Schublade gemopst haben, als wir damals in unsere erste Studentenbude umgezogen sind, und das eigentlich nicht mehr mit der Klinge schneidet, die es einmal hatte, sondern nur noch durch den Druck, den wir auf das Schneidgut ausüben.

Köche benutzen richtig gute Messer! Ich weiß das, weil mein Mann als Koch gearbeitet hatte und so einen Satz Messer mit in unseren Haushalt eingebracht hat. Und während ich am Anfang noch über diese scheußlichen Kochmesser gelästert hatte (einheitlich sind sie nämlich nicht), so habe ich in den vergangen Jahren immer öfter zu seinen Messern gegriffen - die liegen gut in der Hand und sind vor allem SEHR SCHARF!

Das sind diese Messer mit denen man auch als Laie eine Zwiebel in ein paar Sekunden kleinwürfelig schneiden kann und mit denen man die Gurkenscheiben schneller in gleichmässige Scheiben schneidet, als man den Gurkenhobel auch nur aus dem Schrank geholt hat.

Messer sind auch sehr einfach zu reinigen - man hält sie kurz unter heißes Wasser, wischt sie ab und fertig!

Und selbst unsere Kinder dürfen mit einem passenden und scharfen Messer schneiden, wenn sie mit Papa in der Küche arbeiten, denn: "Mit scharfen Messern verletzt man sich weniger als mit stumpfen!"

Köche benutzen Teller, Schüsseln und Schälchen

Nun haben wir gelernt, dass die Köche ihre Zutaten vorbereiten und das mit dem schärfsten Messer in der Schublade. Aber sie lassen das geschnittene Gemüse und das Fleisch nicht einfach auf dem Küchentresen liegen - alles kommt, je nachdem wie man es zum Kochen benötigt auf Tellerchen oder in Schüsseln. Mein Schatz bereitet beispielsweise vor dem Kochen immer einen kleinen Teller mit den Gewürzen für das Gericht vor.

Wenn man mit dem Kochen beginnt, hat man alles zur Hand und muss nicht das Fleisch im heißen Fett Wasser ziehen lassen, während man noch schnell das Gemüse schneidet...

Köche kochen ordentlich - Clean as you go!

Ich bin immer wieder überrascht, wie ordentlich unsere Küche ist, wenn mein Mann das Essen auf den Tisch bringt! Ich glaube auch, das war einer der ersten Punkte, die ich mir von ihm abgeschaut hatte. Wie wir schon gesehen haben, fängt das mit der Vorbereitung an: Zunächst wird das Gemüse geschnitten und die Rüstabfälle direkt im Müllkübel oder im Eimer für den Kompost entsorgt. Die Nudeln werden abgewogen - Packung leer - direkt in den Papierkorb damit. Das Fleisch wird pariert und auf einem Teller bereitgestellt, die Verpackung wandert in den Müll.

Ist alles in der Pfanne und köchelt vor sich hin, kommen all die kleinen Teller und Schüsseln in die Geschirrspülmaschine oder werden direkt abgewaschen. Zwischendurch immer wieder mit dem Lappen über die Arbeitsfläche. Das Küchenhandtuch muss danach in die Wäsche, aber dafür ist es ja auch da!


Das klingt alles erst einmal nach viel Arbeit, oder? Man muss alle Zutaten vor dem Kochen zusammensuchen und auch noch herrichten, sprich Schneiden, Putzen, etc., dann kommt alles auf einzelne Teller oder in Schüsseln, die man am Ende auch noch während des Kochens wegräumen soll... Aber auch hier ist es wie mit allen Arbeiten - Profis gehen organisiert ans Werk (auch der Elektriker fängt erst an, wenn er den Strom abgestellt hat, und er arbeitet mit dem passenden Werkzeug). Probiert es einmal aus! Für uns Mamas ist vor allem die Tatsache, dass das Vorbereiten ja nicht immer zwingend direkt vor dem Kochen stattfinden muss, ein sehr wertvoller Faktor zum Thema Zeit sparen!!!
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Donnerstag, 19. April 2012

Good Morning Girls - Sommerstudium

Wer "Ein bisschen Haushalt..." schon etwas länger kennt, weiß, dass wir hier nicht nur tatkräftig den Boden schrubben, sondern auch darauf achten, dass Kopf, Herz und Geist nicht zu kurz kommen.

Gerade erst haben wir den Brief an die Epheser fertig gelesen, schon steht das nächste Bibelstudium vor der Tür: Von 14. Mai bis 17. August 2012 beschäftigen wir uns mit der Frau aus den Sprüchen 31. Wer war diese Frau, warum war sie wie sie war und vor allem: kann sie heute noch unser Vorbild sein? Passt diese Frau überhaupt in die heutige Zeit?

Ich bin mir sicher, das wird ein sehr inspirierendes und spannendes Thema!


Nun lesen die Good Morning Girls das englische E-Book von Courtney Joseph "The Proverbs 31 Women - one virtue at a time". Damit die "Guten Morgen Mädels" dieses Buch auch alle lesen können und wir uns vor allem auch sprachlich mit den Details beschäftigen können, haben Stephie und ich uns vorgenommen, dieses Buch zu übersetzen! Seit Anfang April kämpfen wir uns durch die 28 Kapitel und hoffen Euch mit Beginn der Sommer-Session auch die deutsche Ausgabe zur Verfügung zu stellen!


Wir hoffen auch wieder auf rege Teilnahme und freuen uns sehr über Feedback, Rückmeldungen, Info oder einfach nur Begeisterung wenn wir uns im Sommer wieder alle bei den Frommen Hausfrauen treffen und regelmäßig über "Gott und die Welt" austauschen.

Wer schon sehr neugierig ist und nicht mehr warten möchte, kann sich auf Stephanies Blog "Kleines Familienunternehmen" ein wenig einlesen: Stephanie hatte im Mai letzten Jahres begonnen, die einzelnen Kapitel zu übersetzen und zu posten.
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Mittwoch, 18. April 2012

Blogg Dein Buch - Sommerfest von Frank Goosen

"Woanders weiß er selber, wer er ist,
hier wissen es die anderen.
Das ist Heimat."

Sommerfest (Front-Cover)
Gib einem Norddeutschen einen Artikel über Bayern und er wird kein Wort verstehen! Umgekehrt ist das ähnlich... Vielleicht ist der Dialekt nicht ganz so schwierig zu lesen, aber man taucht ein in eine komplett andere Welt. Meine Kenntnisse über den Ruhrpott setzen sich zusammen aus Tatort-Folgen und skurrilen Witzen und Erzählungen. Ich war noch nie dort und was ich gesehen habe, kommt aus dem Fernsehen - und wir alle wissen, dass die Berichterstattung immer irgenwie eingefärbt ist.

Skurril ist auch diese Erzählung irgendwie. Ein Typ - Stefan Zöllner - der seit 10 Jahren in München lebt, muss nach dem Tod seines Onkels zurück in seine Heimatstadt um dort das elterliche Häuschen zu verkaufen. Ein Wochenende lang ist er hin und her gerissen zwischen Nord und Süd, alter und neuer Liebe, weitermachen wie bisher oder Neuanfang mit starken Wurzeln.

In München lebt er mit Anka zusammen, die er nicht wirklich liebt, aber an die er sich irgendwie gewöhnt hat. Er hat keinen Job mehr, aber Hoffnung auf einen neuen, der aber auch ein Stück weit Abstieg wäre. Enge Bindungen scheint er nicht zu haben - jedenfalls sind sie nicht stark genug um erwähnt zu werden. Ganz anders in seiner Heimat: Seine Jugendliebe ist hier, die alten Freunde und Kumpels, seine Omma, zu der er eine sehr enge und liebevolle Beziehung hat, das Elternhaus, in dem er immer noch die Erinnerung an seine zu früh verstorbenen Eltern spüren kann und es gibt die Option auf eine neue Aufgabe, eine interessante Herausforderung. Aber dafür müsste er sein (bisheriges und gewohntes) Leben riskieren...

Besonders überrascht war ich über den philosophischen Ansatz des Buches. Im Gespräch mit der Omma über die Beerdigung des Onkels, erklärt sie uns: "Ich sach immer: Ihr sollt nicht heulen, dass ich weg bin, ihr sollt feiern, dass ich da gewesen bin." (Omma, Seite 45). Wir tauchen auch ein in die Lebensphilosophie der 50er Jahre und bei der Beschreibung einer Hausbar musste ich so sehr an die meiner eigenen Großeltern denken: Die Schrankwand mit dem aufklappbaren Barfach, in dem all die bunten Flaschen aufbewahrt wurden - innen mit Licht - "... da wurde nicht gespart, da gönnte man sich was." (Hausbar, Seite 93).

Es geht im Buch um Entscheidungen. Um die Entscheidungen, die unser Protagonist, Stefan zu treffen hat, und um Entscheidungen der anderen. Jeder muss sich immer für irgendetwas entscheiden, die meisten Entscheidungen sind klein und schnell getroffen. Aber dann gibt es diese großen Entscheidungen, die, zu denen Stefan meint: "Mit Entscheidungen ist es immer so eine Sache, die können einem die Luft abschnüren, solange man sie nicht getroffen hat, und als zentnerschwere Last auf den Schultern liegen, wenn man sie doch herbeigeführt hat." (Seite 125). Dass er keiner ist, der gerne Entscheidungen trifft, erkennt man bereits auf den ersten Seiten des Buches. Daran ändert sich auch bis zum Schluss nichts, denn egal wofür er sich entscheidet, er scheint es immer in Zweifel zu ziehen, denn eigentlich könnte es ja auch ganz anders sein. "... aber eigentlich ist ein großes Wort, das größte vielleicht überhaupt, weil es immer zwischen dem steht, was man tut und dem, was man tun sollte." (S. 158).

Auf der Suche nach leichter Lektüre für zwischendurch hatte ich mich bei Blogg-Dein-Buch diesmal um das Sommerfest von Frank Goosen beworben, und habe bekommen was ich erwartet hatte - und viel mehr! Ein gut zu lesender Roman, eine Milieustudie der 50er und der aktuellen Zeit im Ruhrpott, ein Lebensgefühl dieses besonderen Streifens Deutschland, Sätze zum Nachdenken und auch einen großen Spannungsbogen - denn bis zum Schluss weiß der Leser nicht, wie die Geschichte enden wird.

Den Autor Frank Goosen kannte ich bisher nicht, habe aber schon nachgesehen, welche anderen Bücher ich von ihm lesen könnte.

PS: Der Roman ist übrigens auch etwas für "ganze Kerle"!
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Die Teilnahme an dieser Rezension wurde ermöglicht durch:
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Dienstag, 17. April 2012

Epheserbrief - meine Gedanken

Vor kurzem haben wir als eine Gruppe Frauen im Rahmen der Good Morning Girls (www.goodmorninggirls.org) den Epheserbrief über mehrere Wochen lang gemeinsam gelesen. Katja hat ja rgelmässig darüber geschrieben. Hier nun meine persönliche Zusammenfassung.

Paulus hat den Epheserbrief vom Gefängnis in Rom aus an die recht junge Gemeinde in Ephesus geschrieben.
Ephesus war ein wichtiges Handelszentrum aber geprägt von heidnischen Sitten und Gebräuchen. Paulus wollte die Gemeinde dazu ermutigen, ihr Leben so zu leben, wie es Gott gefällt. Die Menschen sollten sich unterscheiden von dem Leben der Nichtchristen und einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben. In seinem Brief spricht Paul verschiedenste Themen an.
Das 1. Kapitel redet von Gottes Plan für unsere Errettung durch das Opfer Jesu Christi und wie er uns von Anfang an als seine Kinder erwählt hat.
Kapitel zwei beschreibt, wie das neue Leben als Christen aussieht und dass wir als Christen eine Einheit sein sollen.
In Kapitel 3 schreibt Paulus über den Auftrag, den er von Gott erhalten hat, nämlich den Menschen in anderen Ländern von Gottes Gnade zu berichten.
Kapitel 4 gibt viele konkrete Hinweise, wie wir in der Gemeinde und Gemeinschaft leben sollen und unsere Aufgaben entsprechend unserer Begabungen wahrzunehmen.
Im 5. Kapitel befasst sich Paulus ausführlich mit den menschlichen Beziehungen, inbesonders der Ehe, und wie wir uns einander unterordnen und Lieblosigkeit ablegen sollen.
Das 6. und letzte Kapitel spricht die Eltern-, Kinderbeziehung an, sowie die Beziehung zwischen Vorgesetzten und Untergebenen und endet mit der Ermutigung, die "Waffen Gottes" (welche Wahrheit, Gerechtigkeit, Glaube, Gewissheit der Errettung und Gottes Wort sind) zu ergreifen, um gegen das Böse in dieser Welt anzukommen.

Ich denke, dass es sehr wertvoll ist, ein biblisches Buch einmal in seiner Gesamtheit zu lesen. Meist hören wir ja nur einzelne Kapitel oder Verse.
Mir hat der Brief an die Epheser dazu geholfen, wieder neu dankbar zu sein für die Liebe und Gnade, die Gott uns Menschen zeigt. Gott liebt uns so sehr, dass er bereit war, seinen Sohn stellvertretend für unsere Schuld sterben zu lassen. Nur so können wir wirklich in Freiheit leben. Ich will das nicht vergessen oder selbstverständlich werden lassen.
Die persönlichen Anweisungen für ein besseres Miteinander in unseren Beziehungen zu unseren Mitmenschen fordern mich täglich neu heraus, mein Handeln zu überdenken und bewusster zu leben. Ich hoffe, dass ich es schaffen kann, mehr und mehr so zu leben, wie Gott es will und von der Liebe Gottes auf andere Menschen abstrahlen kann. Meine Familie ist da ein gutes Übungsfeld.

Ich grüße Euch herzlich und möchte Euch ermutigen, vom Wort Gottes verändert zu werden.


Montag, 16. April 2012

Medialer Montag - Wie beeinflussen uns die Medien?

Im Sommer letzten Jahres schrieb Courtney Joseph auf ihrem Blog "Women Living Well" eine Serie zum Thema Moderne Medien. Mir hat diese Serie besonders gut gefallen und ich hatte mich in einigen Passagen durchaus wiedergefunden. Mit freundlicher Erlaubnis von Courtney, habe ich diese Serie für Euch übersetzt und werde in den nächsten Wochen immer am Montag ein neues Kapitel posten:


Heute beginnt eine neue acht-wöchige Serie, die den Titel Medialer Montag trägt. Ich möchte dabei folgende Frage beantworten:
Wie beeinflussen soziale Medien und diese digitale Welt der iPads, iPhones, iPods unser Verhältnis zu Gott, zu unserer Ehe, unserer Erziehung, unserer Haushaltsführung, unserer Gesundheit und unseren Freundschaften?
In diesem Zusammenhang habe ich Tim Challies "The Next Story: Life and Faith After the Digital Explosion" gelesen, der schreibt:
"Unser Leben hat ist voller Geräusche, die in unseren Ohren schallen und schneller Bilder vor unseren Augen... In der Arbeit verbringen wir 40 Stunden pro Woche damit auf einen Computermonitor zu starren, zuhause sehen wir Fernsehen oder besuchen unsere Lieblingswebseiten. Auf dem Weg von der Arbeit nach hause prüfen wir unseren Weg mit GPS und verschicken ein paar Text-Messages. Sogar in der Kirche sehen wir unseren Pfarrer über eine Videoleinwand* bevor wir wieder nach hause fahren und einen Gottesdienst am Internet ansehen. Das Leben wir uns über einen Bildschirm vermittelt."
(Seite 89 - frei übersetzt ins Deutsche)
Die Zeiten haben sich geändert. Jesus lebte unter anderen Umständen als wir. Niemals zuvor hatten Frauen Zugang zu dem Wissen der ganzen Welt über ein winziges Gerät in ihrer Handtasche. Bildschirme sind überall - in der Kirche, in der Arbeit, im Fitness-Studio, im Klassenzimmer, in Flugzeugen, im Auto und in unserer Westentasche. Twitter, Facebook, Bloggen und YouTube sind unser neuer Vorgarten geworden und beeinflussen all unsere Freundschaften. In 60 Jahren sind wir von null-Bildschirm-Zeit zu allgegenwärtigen Bildschirmen gekommen - sie sind überall und wir nehmen sie noch nicht einmal mehr wahr! In den letzten 100 Jahren gab es eine massive Tempoänderung und ich möchte untersuchen, wie uns das beeinflusst - im positiven und negativen Sinne.

Hier ist der Terminplan

Montag, 30. April - Die Medien und unsere Ehe
Montag, 7. Mai - Die Medien und unsere Elternkompetenz, Teil I
Montag, 14. Mai - Die Medien und unsere Elternkompetenz, Teil II
Montag, 21. Mai - Die Medien und unsere Haushaltsführung
Montag, 28. Mai - Die Medien und unsere Freunschaften
Montag, 4. Juni - Die Medien und unsere Gesundheit
Montag, 11. Juni - Medialer Montag, Rückblick und Zusammenfassung

Wir werden die Bildschirme niemals loswerden, wie können wir also in dieser bizarren Welt ein Leben führen, das Gott einschließt?

Walk with the King!


Eine interessante Überlegung?! Ich denke, die modernen Medien betreffen uns alle. Selbst die unter uns, die meinen, sie könnten sich davor verschließen, denn irgendwann werden uns unsere Kinder mit den Medien konfrontieren und dann ist unser Wissen gefragt, um ihnen auf dem Weg in die Medienwelt zur Seite zu stehen. Medien sind weder gut noch schlecht, aber wie bei allem können wir uns durch Wissen und durch einen reflektierten Umgang damit selbst und vor allem unsere Familie schützen. Vielen Dank an Courtney für die Erlaubnis, diese Serie zu posten und Euch viel Spaß beim Lesen. Selbstverständlich freue ich mich wie immer über eine rege Diskussion in den Kommentaren!
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(* üblich in den großen Kirchen in Amerika)
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