Brot und Spiele - das ist wieder ein Thema für mich! Deshalb werde ich mich jedem der beiden Themen extra widmend und auch einmal einen zweigeteilten Post schreiben!
1. Brot
Die treuen Leser meines Blogs wissen es bestimmt schon lange, aber auch neue Leser bekommen es meist ganz schnell 'raus: Kochen ist in unserer Familie ein großes Thema, was nicht zuletzt mit der beruflichen Vorgeschichte meines Mannes zu tun hat. Der hat nämlich ganz früher einmal als Koch gearbeitet und wir dürfen jetzt von seinen Kenntnissen und Fähigkeiten profitieren. Für mich persönlich heißt das, ab Freitag habe ich in der Küche nichts mehr zu tun (außer abwaschen, aber das mache ich gerne, wenn ich dafür lecker bekocht werde) und ich muss den Kindern das Kochen nicht beibringen, das überlasse ich gerne dem Profi. Was übrigens nicht bedeutet, dass ich nicht selbst auch gerne (und manchmal auch ganz gut) koche und backe. Ich habe viel gelernt in den letzten Jahren, einiges davon "hausfrauentauglich" gemacht und gebe dieses Wissen gerne weiter.
Gesundes Essen ist uns sehr wichtig. Dafür muss es aber nicht immer nur Gemüse sein und da Butter ein wichtiger Geschmacksträger ist, wird sie oft und in der notwendigen Menge verwendet. Wir achten vielmehr auf möglichst natürliche Produkte und kochen das meiste ohne die Verwendung von Fertigprodukten. Wobei für meinen Mann auch Brühwürfel zu Fertigprodukten zählen, ich benütze sie aber hin und wieder als Unterstützung beim Würzen (daran kann man wohl den Profi vom Amateur unterscheiden).
Wichtig ist mir auch, dass die Zutatenliste auf den Produkten möglichst kurz ist und ich zum Übersetzen kein Fremdwörterlexikon, oder die Hilfe eines Chemieprofessors benötige.
Um auch während der Woche unter Zeitdruck gesund kochen zu können, wird am Wochenende in größeren Mengen gekocht. Außerdem mache ich seit Jahren am Sonntag einen Menüplan für die kommende Woche und halte mich auch daran. Das heißt nicht, dass ich nicht auch einmal Wochentage vertausche, z.B. wenn wir kurzfristig Gäste (vor allem die im Schul- oder Vorschulalter) bekommen, oder wenn sich die verfügbare Zeit zum Kochen ändert.
Natürlich haben wir auch etliche Lieblingsrezepte und einige davon habe ich Euch bereits verraten. Die Liste meiner Rezepte ist immer relativ up to date (und vielleicht sollte ich Euch im Frühjahr einmal mein Rezept für Rhabarber-Crumble verraten - so lecker!)
Meine Kinder sind nicht gerade das, was man gute Esser nennt, aber wenn ich mich an meine Kindheit zurückerinnere, kommen mir Episoden, wie die mit den "Dingerjoghurts" in den Sinn (Joghurt mit Fruchtstücken wurde verweigert) und ich weiß, dass ich jahrelang nur und ausschließlich die Bolognesesauce meiner Mama mochte... Ich habe in den letzten Jahren beobachtet, dass man das Essverhalten der Kinder recht locker sehen sollte: Wenn sie sich nicht gerade den ganzen Tag Süßkram einverleiben (das sollten verantwortungsbewusste Eltern selbstverständlich unterbinden) und man ihnen viele verschiedene Optionen anbietet (natürlich nicht alle bei einer Mahlzeit), dann nehmen sie sich ich der Regel, was sie brauchen.
2. Spiele
Unsere beiden sind die einzigen Enkelkinder der Familie und haben daher recht viel Spielzeug. Manchmal habe ich das Gefühl, es ist sogar zu viel um bei all den Möglichkeiten eine Auswahl treffen zu können. Organisiert, wie ich nun einmal bin, habe ich auch schon länger gemerkt, dass Kinder in aufgeräumten Zimmern besser spielen. Natürlich muss man ihnen nicht sofort alle Legosteine aus der Hand nehmen, die sie gerade benutzt hatten, aber ist Euch schon folgendes Phänomen aufgefallen: Wenn das Zimmer ein komplettes Chaos ist, verlegen die Kleinen ihren Aktionsradius schnell auf angrenzendes Territorium... und da ich mir auch nicht gerne nachts Legosteine in die bloßen Füße eintrete, ist eine unserer Regeln, dass abends der Fußboden so frei wie möglich geräumt wird.
Aber ich soll ja keinen Beitrag zum Thema Aufräumen schreiben - das wäre wohl ein Kinderspiel... Wie schon erwähnt, wir haben viel Spielzeug (finde ich jedenfalls, die Kinder sehen das wohl manchmal etwas anders) und auch viele schöne Dinge. Es begeistert mich aber immer wieder, wenn die beiden mit ein paar einfachen Schuhkartons eine ganze Stadt bauen, aus einem Umzugskarton ein Haus, mit ein paar Decken, Stühlen und Tischen ein Auto oder ein Wohnzimmer-füllendes Wohnmobil mit Eßecke für die Puppen oder wenn sich unser Sohn mit einer langen Leine im Treppenhaus eine Schaukel baut (ok, das hat mich nicht begeistert, sondern eher erschreckt, es ist aber nichts passiert, weder dem Treppenhaus noch dem Kind). Kurz und gut - so viel Spielzeug, wie unsere Kinder haben, brauchen sie meistens gar nicht, sondern nur die Zeit und die Möglichkeit ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.
Wenn Ihr mehr Posts zum Thema Brot & Spiele lesen wollt, dann schaut doch unter www.testmama.de die Themen der Blogparade an. In den Kommentaren findet Ihr die Links der Teilnehmer zu ihren Beiträgen.

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