Die letzte Woche unserer diesjährigen Fitness Challenge ist angebrochen. Wir haben uns bereits überlegt, was wir ändern müssen um unsere Ziele zu erreichen und entsprechend dazu einen Plan erstellt. Wir haben uns wieder bewusst gemacht, dass man nur durch Verzicht auch weniger hat - wenn wir auf Kalorien verzichten, haben wir weniger davon in unserem Körper... wir bewegen uns mehr und jetzt wollen wir auch noch gesünder essen!
Nun ist das mit dem gesunden Essen so eine Sache. Wir könnten uns schon gesund ernähren, mit viel Salat, leichtem, kurz gebratenem Fleisch mit viel Knoblauch und etwas Olivenöl, sehr viel Gemüse, das kurz angebraten oder gedämpft wurde und leckeren Kartoffeln oder Reis. Wir könnten uns Früh ein schmackhaftes Müsli zubereiten und abends einen leichten Salat oder ein schlichtes Club-Sandwich (natürlich ohne die fettigen Sauchen) oder ein leichtes Käsebrot mit Gürkchen... ja wir wüssten schon wie es geht.
Nur... essen EURE Kinder Salat und Gemüse? Also nicht nur missmutig zum Probieren, weil sonst die nächste Süßigkeiten-Ration gestrichen wird, sondern so richtig gerne und als vollwertige Mahlzeit? Mögen sie leichte Gerichte mit viel Knoblauch? Oder habt Ihr kleine Feinschmecker, die am liebsten jeden Tag Spaghetti Bolognese und Pizza essen würden? Und mal ganz ehrlich: Doppelt kochen geht GAR NICHT!
Ja und dann noch die Sache mit den Snacks... ich habe in meinem ganzen Leben nicht so viel Kuchen bekommen, wie in der Zeit seit ich Mama bin! Am schlimmsten war es, als die Zwerge noch ganz klein waren und man sich immer als ganze Truppe zum Spielen bei den Freunden eingefunden hatte, oder eben die sich bei uns. Nachmittags hat dann jede Mama ihre Backkünste vorgeführt, oder es gab zumindest ein paar leckere Kekse. Das Obst dabei war meistens mehr da um das schlechte Gewissen zu beruhigen...
Langer Rede kurzer Sinn, auch wenn wir die Menge an Essen reduzieren und Verzicht üben, gesünder wird es davon nicht. Wenn wir also nicht doppelt und dreifach kochen wollen, dann müssen wir für uns selbst kleine Nischen schaffen.
Obst zum Frühstück
Als Müsli greife ich aus Bequemlichkeit gerne zur fertigen Mischung (ich weiß, das könnte ich selbst zusammenstellen, aber es muss ja auch noch Verbesserungsmöglichkeiten geben). In jeden Teller Müsli kommt aber irgendein Obst. Meistens schneide ich einfach ein paar Apfelscheiben oder eine Halbe Banane hinein - der Rest geht dann ins Pausenbrot der Kinder.
30 Minuten pro Woche investieren um Rohkost und Obst vorzubereiten. Meistens kaufe ich montags frisches Gemüse und richte das passend her, dann muss ich während der Woche nur noch die Dose mit dem Gemüse aus dem Kühlschrank nehmen und essen. Der Trick ist, dass ich viel eher zu vorbereiteten Karottensticks greife, als zur ganzen Karotte, die noch geschält und geschnitten werden muss.
Bestimmte Lieblingsgerichte meiner Kinder fallen nicht wirklich unter die Kategorie "supergesund". Aber - mit einer großen Portion Gemüse als "Vorspeise" ist Mama auch glücklich. Die Kinder müssen bei mir jedes Gemüse probieren um sich ihre Süßigkeitenration zu verdienen. Statt Gemüse kann man auch schnell einen leichten Salat dazu servieren. Beim Gemüsehändler meines Vertrauens gibt es seit Neuestem sogar gemischten Salat, den man sich selbst portionieren kann. Sehr praktisch!
Ein mal pro Woche koche ich auch ein Gericht für mich! Das müssen die Kinder nicht wirklich mögen. Ich achte allerdings darauf, dass es eine Komponente gibt, von der sie satt werden können und lasse meine Mäuse problemlos auch puren Reis zu Mittag essen oder "nur" Kartoffelbrei für eine Mahlzeit. Das fehlende Fleisch oder Gemüse gleichen sie sicherlich schnell wieder aus...
Suppen zum Abendessen
Mein (sonst sehr wählerischer) Sohn mag Suppen sehr gerne. Also habe ich immer einen kleinen Vorrat an Gemüsesuppen in der Tiefkühltruhe, die ich abends schnell auftauen kann. Dazu ein Stück getoastetes Brot und fertig ist die leichte und gesunde Mahlzeit. Für mich selbst habe ich gelernt, dass ich abends etwa "Vernünftiges zu Essen" brauche. Wenn ich "nur" ein Wurstbrot esse, kann ich darauf warten, dass ich nach zwei Stunden wieder Hunger bekomme.
Apropos Hunger
Um 18 Uhr essen wir an Wochentagen zu Abend und danach ist Schluss. Damit es mir leichter fällt, nichts mehr zu essen, gehe ich mit den Kindern zum Zähneputzen. Dadurch habe ich auf der einen Seite den Vorführeffekt - die Kinder sehen wie lange ich putze und werden auch etwas gründlicher und meine Hemmschwelle nochmal zu etwas Essbarem zu greifen ist weit höher, denn wer putzt schon gerne zwei mal hintereinander die Zähne...
Was man nicht einkauft, kann man nicht essen! Also Disziplin bei Lebensmittel-Shopping, im Süßigkeiten-Regal nur das, was die Kinder mögen (und am Besten auch davon nicht viel) und der abendliche Heißhunger kann nur mit Obst oder einer heißen Honigmilch gestillt werden.
Zusammenfassend könnte man also sagen der Trick am gesunden Essen ist es, ungesundes am besten gar nicht einkaufen, gesundes als Snacks vorrätig haben und zu den Hauptmahlzeiten Gemüse oder Salat für die Mama bereitstellen - auch wenn die Kids das vielleicht gar nicht gerne mögen.
Am Freitag verrate ich Euch passend zum heutigen Post ein paar meiner Lieblings Snack-Ideen & -Rezepte.
Ich hoffe, die kleine Fitness-Challenge hat euch den richtigen Kick für einen guten Start ins neue Jahr gegeben. Jetzt würde es mich natürlich brennend interessieren, was Ihr für Euch geändert habt.

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