… kann schon eine Herausforderung sein. Es soll, gerade in Ferienhotels, Leute geben, die sich in Ruhe erholen wollen – und dann gibt es noch die Spezies, die sich in Familien- oder Kinderhotels überhaupt nicht wohl fühlt… dazu gehören wohl wir. Ein Club-Urlaub genügt für’s Leben.
Die Club-Urlauber unter euch, dürfen also gerne morgen wieder kommen und weiter lesen, weil dieser Post sicherlich nicht interessant für euch ist. Allen anderen möchte ich ein paar Ideen mit auf den Weg geben, die aus meiner aktiven Zeit als Hotelangestellte, als auch als Mama mit Kindern auf Urlaub stammen. Was für eine Mischung!
Ferien beginnen nicht am ersten Ferientag, oder bei der Ankunft am Urlaubsort, sondern viel früher. Ich bin fest davon überzeugt, dass Kinder,
die nie gelernt haben auf ein “Schluss jetzt, das reicht” auch nur ansatzweise zu reagieren, auch im *****-Sterne-Hotel, keinen Grund sehen, das zu ändern. Nicht dass ihr glaubt, dass meine Kinder auf jedes “Stopp” angemessen antworten… das wäre zu schön um wahr zu sein. Aber ich denke, ich kann mich soweit darauf verlassen, dass sie jetzt mit 6 und 8 Jahren so viele Manieren besitzen, dass man mit ihnen in der Öffentlichkeit nicht dauernd in Hab-Acht-Stellung sein muss. Dazu gehört leider im Vorfeld ein wenig Erziehungsarbeit, und die ist anstrengend. Ein Nein ist ein Nein und das Nicht-beachten dieser Aussage zieht Konsequenzen nach sich. Das gilt für uns Erwachsene und das müssen wir auch unseren Kindern beibringen. Keiner kann all das tun, was er möchte, das ist halt so.
Wenn die Kinder das begriffen haben, kann man mit ihnen eigentlich überall hingehen.
Nichts desto trotz, ist es schöner für die Familie, wenn man das Urlaubsziel auf die ganze Familie abstimmt. Wir gehen zur Zeit gerne wandern – weil das gerade zu unserer Familie passt. Ob wir das mit zwei Teenagern immer noch machen können, wird sich zeigen.
Das gleiche gilt für den Hotelaufenthalt:
- brüllende und rennende Kinder passen nicht wirklich in den Hotelalltag – auch wenn man die eigenen Kinder als lauter empfindet, als alle Außenstehenden.
- bei der Reservierung auf die passenden Zimmer achten – Zimmer mit Zwischentür sind zwar kostspieliger, bieten aber auch eine abendliche Rückzugsmöglichkeit für die Eltern, wenn der Nachwuchs schon schläft.
- Babybetten wird in Hotels leider nie die Aufmerksamkeit gewidmet, die sie verdient hätten – das gleiche gilt in der Regel für die Fußböden (Achtung – Krabbelkinder).
- Damit große Hotels stabil sind, sind sie oft aus Stahlkonstruktionen gebaut, die sämtliche Strahlungen gut abschirmen. Leider auch die notwendigen Strahlen für Babyphons – die funktionieren dann nur sehr eingeschränkt.
- Kinderhotels sind oft recht teuer, da sie viele Leistungen anbieten – bei der Auswahl unbedingt darauf achten, ob man all die Leistungen auch wirklich nutzen kann und vor allem möchte!
- Wellness-Oasen haben oft einen sehr großen Ruhebereich… ich weiß ja nicht, wie eure Kinder zum Thema Ruhe stehen…
- Ich habe noch NIE ein Hotelrestaurant erlebt, dass wirklich vernünftige Kindermenüs angeboten hätte – ist aber auch gar nicht notwendig, denn eigentlich genügen Pasta in allen Variationen oder kleine Portionen der Eltern vollkommen!
Auf der anderen Seite, ist das Hotelpersonal normalerweise sehr locker, was das Verhalten von Kindern angeht, so lange sie sich halbwegs zu benehmen wissen (Kickboard-fahren auf den Gängen nervt!!! Ich weiß das!!!). Das Umstellen von Betten und Tischen ist in der Regel auch kein Problem (so lange man es später wieder zurück stellen kann) und Kuscheltiere auf den Betten finden Zimmermädchen eher süß als nervig. Dafür sind stinkende Windeln in Papierkörben ein No-go! Immer in den Eimer im Bad – am besten noch in einer geruchstoppenden Plastiktüte verpackt – vor allem bei Kleinkindern…
| Ein Restaurant-Tisch wurde kurzerhand zur Spielecke umfunktioniert. |

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Liebe Katja!
AntwortenLöschenDu triffst den Nagel auf den Kopf. Allerdings habe ich vor kurzem einen Bericht über ein Hotel gelesen, in dem die Kinder sowohl viele Freiheiten und wirklich kindergerechte Aktivitäten geniessen, als auch die Erwachsenen auf Ihre Kosten kommen können. hier kannst Du selbst nachlesen.
lg Sylvie