Montag, 11. Juni 2012

Wie beeinflussen uns die Medien?

Im Sommer letzten Jahres schrieb Courtney Joseph auf ihrem Blog "Women Living Well" eine Serie zum Thema Moderne Medien. Mir hat diese Serie besonders gut gefallen und ich hatte mich in einigen Passagen durchaus wiedergefunden. Mit freundlicher Erlaubnis von Courtney, hatte ich diese Serie für Euch übersetzt und werde in den letzten Wochen immer am Montag ein neues Kapitel gepostet. Heute endet diese kleine Serie. Ich hoffe, ihr hattet Freude beim Lesen und konntet die eine oder andere Anregung mitnehmen.


Heute endet die acht-wöchige Serie, die den Titel Medialer Montag trägt. Die Frage, die ich beantworten wollte war folgende:
Wie beeinflussen soziale Medien und diese digitale Welt der iPads, iPhones, iPods unser Verhältnis zu Gott, zu unserer Ehe, unserer Erziehung, unserer Haushaltsführung, unserer Gesundheit und unseren Freundschaften?
Vor acht Wochen haben wir mit diesen Gedanken begonnen:

Tim Challies "The Next Story: Life and Faith After the Digital Explosion" schreibt:
"Unser Leben hat ist voller Geräusche, die in unseren Ohren schallen und schneller Bilder vor unseren Augen... In der Arbeit verbringen wir 40 Stunden pro Woche damit auf einen Computermonitor zu starren, zuhause sehen wir Fernsehen oder besuchen unsere Lieblingswebseiten. Auf dem Weg von der Arbeit nach hause prüfen wir unseren Weg mit GPS und verschicken ein paar Text-Messages. Sogar in der Kirche sehen wir unseren Pfarrer über eine Videoleinwand* bevor wir wieder nach hause fahren und einen Gottesdienst am Internet ansehen. Das Leben wir uns über einen Bildschirm vermittelt."
(Seite 89 - frei übersetzt ins Deutsche)
Hier sind die Links zu den wöchentlichen Posts, falls ihr einen verpasst habt:


Die Zeiten haben sich geändert. Jesus lebte unter anderen Umständen als wir. Niemals zuvor hatten Frauen Zugang zu dem Wissen der ganzen Welt über ein winziges Gerät in ihrer Handtasche. Bildschirme sind überall - in der Kirche, in der Arbeit, im Fitness-Studio, im Klassenzimmer, in Flugzeugen, im Auto und in unserer Westentasche. Twitter, Facebook, Bloggen und YouTube sind unser neuer Vorgarten geworden und beeinflussen all unsere Freundschaften. In 60 Jahren sind wir von null-Bildschirm-Zeit zu allgegenwärtigen Bildschirmen gekommen - sie sind überall und wir nehmen sie noch nicht einmal mehr wahr! In den letzten 100 Jahren gab es eine massive Tempoänderung und ich möchte untersuchen, wie uns das beeinflusst - im positiven und negativen Sinne.

Es gibt noch ein paar weitere Bereiche, die ich in dieser Serie nicht angesprochen habe, die uns aber auch beeinflussen:

1. Privatspähre - Die Nutzung der sozialen Medien beeinflusst die Privatsphäre von uns allen. Ich habe gesehen, wie private Emails (von einem bekannten Pfarrer, den ich bewundere) in die Hände der falschen Leute gelangt sind und öffentlich gepostet wurden, um ihm zu schaden. Dadurch habe ich realisiert, dass jedes Mail, dass ich verschicke durch Gottes Wort gefiltert werden muss... und potentiell geeignet sein muss um veröffentlicht zu werden.

2. Fotos - Ich habe einen Schrank voller Fotos, die ich vor fünf Jahren noch in Fotoalben geklebt habe.... aber die Fotos der letzten drei Jahre sind alles jpgs. Unsere digitalen Kameras können so viele Schnappschüsse machen, dass es schwierig für uns ist mit der Masse der Bilder, die wir machen, Schritt zu halten. Aber die Qualität der Bilder und die Art, wie wir sie mit Photoshop und anderen Programmen bearbeiten können ist wirklich beeindruckend. Niemals zuvor waren Bilder so prächtig anzusehen und auch wiederum so öffentlich!

3. Kreativität ist ein Dauerbrenner. Du musst nur 10 Minuten auf YouTube verbringen und du weißt was ich meine. Ich weiß, dass ich vielleicht niemals begonnen hätte zu schreiben, wenn es nicht das Bloggen so einfach gemacht hätte, meine Gedanken zu äußern. Ich habe Tagebuch geführt seit ich 15 war und ich denke, dass ich immer noch all meine Gedanken niederschreiben würde - für niemanden sichtbar - wenn es nicht die sozialen Medien gäbe.

Medien sind amoralisch - sie sind weder gut noch schlecht - es ist die Art wie wir sie nutzen, die ihre Moral festlegt. Wir müssen Gottes Wort als Filter anwenden und unsere Tastatur nutzen um Gott mit jedem Wort das wir lesen oder schreiben zu ehren. Wir dürfen nicht vergessen - egal in welchem Zeitalter wir leben oder wie sich unsere Gesellschaft verändert:
"Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit." (Hebräer 13,8)
Walk with the King!
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Courtney Joseph schreibt auf ihrem Blog Women-Living-Well. Sie ist seit 12 Jahren mit ihrem Highschool-Freund verheiratet, unterrichtet ihre Kinder zuhause und hat ihren Abschluss auf dem Moody Bible Institut gemacht. Courtneys Leidenschaft dafür, andere Frauen zu helfen "gut zu leben", hat sie im November 2009 in die Rachel Ray Show gebracht. Seither schreibt sie auf ihrem Blog regelmäßig über Ehe und Familie.


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Courtney's Serie ist zu Ende. Ich habe versucht, sie Euch so wörtlich wie möglich zu übersetzen, mir aber auch die Freiheit genommen, manche Passagen auf unsere europäischen Eigenheiten anzupassen. Natürlich hoffe ich, dass Euch die Serie ebenso inspiriert hat, wie mich. Wir können uns vor den modernen Medien nicht verstecken und sollten es auch nicht tun. Wir sollten sie nicht verteufeln - denn wie gesagt, sie sind amoralisch und wir selbst machen sie zu dem was sie für uns sind. Das bedeutet, dass wir auch die Möglichkeit haben, sie zu etwas wirklich gutem zu machen! Das wiederum können wir nur, wenn wir wissen was wir tun, wenn wir uns mit den Medien auseinandersetzen und sie auch selbst ausprobieren und nutzen. Und dann habe ich noch einen weiteren Gedanken, den ich an dieser Stelle mit euch teilen möchte: Wenn meine Kinder groß genug sind, um sich in der Welt der Medien zu bewegen, will ich wissen wie es geht - will sie so weit wie möglich auf diesem Weg begleiten können und wissen, wo die Gefahren und wo die Möglichkeiten liegen. Wenn meine Tochter bei Facebook anklopft - war ich schon lange da!
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Kommentare:

  1. Liebe Katja,
    ich habe Deinen Blog erst letzte Woche zufällig (wie auch sonst) entdeckt, rauf und runter, von untern links nach rechts oben quer gelesen, ...
    Super - toll - ich bin begeister. Du wirst bestimmt noch öfters von mir lesen.
    Diese Serie mit den Medien habe ich jetzt noch nicht vollends verfolgt, aber der "Schlusssatz" trifft den Nagel auf den Kopf: Medien (gerade hier das Internet) sind das, was wir daraus machen. Mein Bruder z.B. ist absolut dagegen, dass seine Kinder Zugang zum Internet haben, ich dagegen bin absolut dafür, denn es bietet - neben allen Schlechtigkeiten - so unglaublich viel Möglichkeiten für die Kinder Informationen zu finden und zu lernen. Für mich ist es jedenfalls selbstverständlich, dass ich z.B. meine Tochter (10) dabei NICHT sich selbst überlasse, sie logischerweise auch über das Negative aufkläre und sie immer wieder darum bitte, mich unbedingt anzusprechen, sollte sie einmal etwas für sie Unangenehmes/Seltsames entdecken. Begleiten eben. Sie nutzt Internet inzwischen unheimlich gerne und auch relativ viel für die Schule.
    Mil besitos, Christl

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    1. Liebe Christl - das freut mich, dass Dir unser Blog gefällt. Ich freue mich immer, wenn ich etwas von meinen Leserinnen lesen darf! Meine Große ist 9 und zum Mathe-Lernen mit einer recht günstigen Software (die genau den Lernstoff umfasst) immer wieder mehr zu begeistern, als mit den Rechenaufgaben von Muttern :-).
      Liebe Grüße, Katja

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