Im Sommer letzten Jahres schrieb Courtney Joseph auf ihrem Blog "Women Living Well" eine Serie zum Thema Moderne Medien. Mir hat diese Serie besonders gut gefallen und ich hatte mich in einigen Passagen durchaus wiedergefunden. Mit freundlicher Erlaubnis von Courtney, habe ich diese Serie für Euch übersetzt und werde in den nächsten Wochen immer am Montag ein neues Kapitel posten:
Mein ganzes Leben lang gab es Hühner in Plastikfolie eingeschweißt, ofenfertig. Oder noch besser: Ich kann gebratene Hähnchen servierfertig kaufen. Das ist wunderbar! Für unsere Urgroßmütter war das aber noch ein wenig anders!
Meine Großmutter erklärte mir, dass ihre Mutter ein Hühnchen in einem Karton von einem ortsansässigen Bauern geliefert bekam. Ihre Mutter nahm das Hühnchen zwischen die Beine (und für alle die empfindlich sind, lasst den nächsten Absatz aus) und drehte ihm den Kopf um. Dann ließ sie das Blut auslaufen. Anschließend machte sie einen Topf mit heißem Wasser fertig, in dem sie das Hühnchen einweichte, bis man die Federn leicht abrupfen konnte. Sie legte das Hühnchen in das Spülbecken – rupfte es und nahm es aus. Nachdem sie all das erledigt hatte, konnte sie mit dem beginnen, wo wir heute überhaupt erst anfangen – würzen und kochen.
Dann gab es Wäsche. Für mich ist es eine Herausforderung, meine Wäsche in einem vernünftigen Zeitrahmen zu waschen, zu trocknen, zusammenzulegen und in die Schränke zu räumen. Aber es ist gar nicht so lange her, da wuschen die Frauen ihre Wäsche – MIT DER HAND – in Seifenwasser, wrangen sie aus, wuschen sie aus – alles mit ihren Händen – wrangen sie nochmals aus und dann wurde die Wäsche im Garten oder im Keller zum Trocknen aufgehängt. DANN – und das ist der Hammer – musste jedes einzelne Stück gebügelt werden!!! Erwähnte ich schon, dass ich Bügeln hasse und es vermeide Kleidung zu kaufen, die gebügelt werden muss? Es gab keine bügelfreien Stoffe, also war alles – einschließlich der Unterwäsche – verknittert und musste gebügelt werden. Es wäre ein langer Tag, würde ich alles bügeln was ich wasche!
Da unsere Urgroßmütter auch einen Großteil der Kleidung selbst nähten, nahm nähen und stopfen einen großen Teil des Tagesablaufes in Anspruch. Meine Großmutter erzählt, wie begeistert sie war, als die Aufbügel-Flicken erfunden wurden. Ich bin so dankbar für Target, wo ich ein ganzes Kleiderset für fünf Dollar bekommen kann.
Ja, die Zeit, die unserer Generation durch die Erfindung von Supermärkten und Fertigprodukten gewonnen hat ist ein Geschenk! Aber wir haben es geschafft, diese Extra-Zeit mit allem möglichen aufzufüllen. Ich merke das auch. Es gibt Tage, da sehe ich mich um und überlege, wo der Tag geblieben ist und warum das Haus aussieht, als wäre ein Tornado hindurchgefegt.
Wo ist all die freie Zeit hin, die uns die Supermärkte und die Fertigprodukte geschenkt haben? Darf ich einen Vorschlag machen, wo ein großer Anteil dieser Zeit hingegangen ist…
MEDIEN!
Ich behaupte nicht, dass das die einzige Zeitfalle ist, in die wir hineinfallen – aber es ist eine große, also lasst mich einen Moment lang offen sein.
1. Ich bin schuldig, an meinem Computer zu sein, während sich die Wäsche auftürmt.
2. Ich bin schuldig, meine Kinder aus ihren Pflichten im Haushalt zu entlassen, damit ich mehr Zeit habe, Emails zu beantworten, anstatt die Hausarbeit meiner Kinder zu beaufsichtigen. Das Ergebnis ist, dass das Obergeschoss den ganzen Tag lang unordentlich ist. Die Kinder finden das toll!
3. Ich bin schuldig viel zu lange aufzubleiben um lieber Twitter zu verfolgen als etwas produktives im Haushalt zu tun, wie beispielsweise Schränke auswischen oder für die Familie Kekse zu backen.
4. Ich bin schuldig anderer Leute Gartengestaltung online zu bewundern anstatt mein eigenes Heim auszustatten oder meinen Garten zu gestalten. Ja – Unkraut wächst in meinem Garten während ich über Gartengestaltung lese! Mein Hausunterricht-Klassenzimmer bleibt undekoriert während ich all die großartigen Klassenzimmer online bewundere. Es ist so paradox. Ich habe eine Unmenge von Ideen, aber in der Eile des täglichen Lebens, werde ich nicht langsam genug dafür.
Ich teile euch das mit, in der Hoffnung, dass ihr meine Bemühungen nachvollziehen könnt. Ich habe SO viel von anderen Frauen online gelernt, wie beispielsweise Tipps & Tricks und Rezepte für den Haushalt, aber manchmal hat mich das davon abgehalten, mich um meinen eigenen Haushalt zu kümmern und ein wenig Chaos in meinem Haus verursacht. Eine der besten Methoden, wie ich meine online-Zeit kontrollieren konnte, war es, sie aufzuschreiben oder einen Wecker zu stellen, um mich davon abzuhalten andere, wichtigere Pflichten zu vernachlässigen.
Wie denkt ihr darüber?
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Courtney Joseph schreibt auf ihrem Blog Women-Living-Well. Sie ist seit 12 Jahren mit ihrem Highschool-Freund verheiratet, unterrichtet ihre Kinder zuhause und hat ihren Abschluss auf dem Moody Bible Institut gemacht. Courtneys Leidenschaft dafür, andere Frauen zu helfen "gut zu leben", hat sie im November 2009 in die Rachel Ray Show gebracht. Seither schreibt sie auf ihrem Blog regelmäßig über Ehe und Familie.

Ich kann das bestens verstehen. Zu meiner Studienzeit habe ich mir die Zeit vor dem Rechner totgeschlagen um nciht lernen zu müssen. Auch heute noch erwische ich mich dabei, wie ich gern andere Sachen mache um mich vom Eigentlichen abzulenken. Doch auch ich lerne dabei wiederum Sachen, die ich in meinem täglich Leben einfließen lassen kann. Doch das mit der ordnung im Haushalt umgehe ich so gut ich kann. Also nciht das unsere Wohnung aussieht wie eine Müllkippe aber dennoch bin ich teils recht faul undm ache alles auf den letzten Drücker. Ein Bekannter hat dazu ein paar Zeilen auf seinem Blog verfasst. Ordnung ist das halbe Leben. wie wahr wie wahr. Denn wenn man grundsätzlich alles ordentlich hält braucht man im Nachhinein nicht so viel machen ;) Daher kann ich dich voll und Ganz verstehen ;)
AntwortenLöschenIch hätte es nicht besser formulieren können
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