Im Sommer letzten Jahres schrieb Courtney Joseph auf ihrem Blog "Women Living Well" eine Serie zum Thema Moderne Medien. Mir hat diese Serie besonders gut gefallen und ich hatte mich in einigen Passagen durchaus wiedergefunden. Mit freundlicher Erlaubnis von Courtney, habe ich diese Serie für Euch übersetzt und werde in den nächsten Wochen immer am Montag ein neues Kapitel posten:
Ich LIEBE die sozialen Medien, denn ich liebe es, Kontakte zu pflegen! Ich habe es weidlich genossen so viele meiner Freunde auf eine ganz neue Art kennenzulernen. Sei es durch ihren täglichen Status-Update, Links zu Dingen, die sie interessant finden, Verse, die sie posten, Bilder aus ihrem täglichen Leben und Interaktion in meinen Kommentaren. Ich habe mich auf Facebook und Twitter mit Fremden vernetzt und diese Fremden sind zu Freunden geworden, wurden bedeutende Freunde im wirklichen Leben. Ich LIEBE das!
Um ehrlich zu sein, das hat fast all meine Zeit zuhause am Telefon eliminiert. Wenn ich einer Freundin etwas sagen möchte, gehe ich in Facebook oder Twitter und “chatte”. Ich vermisse meine Freundinnen, die nicht auf Facebook sind (aber ich respektiere ihre Gründe dafür), einfach weil ich das Gefühl habe, dass ich weniger Zugang zu ihnen habe. Ich muss mich daran erinnern, darauf zu achten, dass sie sich “ausgeschlossen” fühlen können. Ich habe mehr Kontakt mit manchen Bekannten, die regelmäßig auf Facebook oder Twitter sind, denn das ist der Ort, wo man mich finden kann, wenn ich eine Pause von Putzen, Heimunterricht oder Erziehungsarbeit brauche.
Aber – es gibt ein paar Gefahren.
1. Verletzte Gefühle – wie oft habe ich einen Kommentar gelesen und überlegt “was meint sie damit? Ist sie sauer auf mich? Macht sie Witze? Bin ich zu empfindlich?” Facebook Kommentare sind gefährlich – nimm dich in Acht und denke bevor du schreibst! Ich bin sicher, ich habe diesen Fehler auch selbst gemacht. In Sprüche 26,18-19 heißt es “Wie ein Verrückter, der Brandpfeile schleudert, Pfeile und tödliche Waffen, so ist einer, der seinen Nächsten täuscht und dazu sagt: Ich mach doch nur Spaß.” Hüte dich vor sarkastischen Kommentaren – du könntest deswegen eine Freundschaft verlieren!
2. Urteilen – Ich habe Freundinnen, die aus Facebook ausgetreten sind, da sie Probleme mit den Status Updates von Freundinnen hatten, von denen sie glaubten, sie zu kennen und entdecken mussten, dass sie einen völlig anderen Lebensstil pflegen. Das ist der Punkt an dem Sünde, Freizügigkeit und Gewissen ins Spiel kommen. Wir müssen Sünde Sünde nennen und die Freizügigkeit unserer Freunde gnädig beurteilen. Gesteht mir zu, dass ich jeden Kraftausdruck, der irgendwo erscheint, zensiere meine Liebe! Oh und diese Bikini-Fotos – ich werde es nie verstehen… kannst du sehen, wie hässlich diese Gedanken sind, die so leicht aus mir herausströmen? Ich muss zugeben – manchmal ringe ich mit mir selbst. Ich muss immer überlegen – ist es das wert, jemanden damit zu konfrontieren oder lasse ich es einfach auf sich beruhen – komplett auf sich beruhen. Ich bin nicht auf Facebook um jedermanns Gewissen zu sein! Das kann ganz schnell jede Freundschaft beenden. John 10,10 besagt, “Ein Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und umzubringen. Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben sollen.” Satan würde gerne die sozialen Medien nutzen um unsere Freundschaften zu zerstören – aber Jesus kam um uns ein Leben im Überfluss zu schenken. Lass nicht sündhaftes Beurteilen von Freunden deine Freundschaften zerstören. Denk daran, wir alle sind menschlich auf unserer Reise zum Heiligtum und wir sind alle auf verschiedenen Stationen auf dieser Reise.
3. Öffentliche Peinlichkeiten – Ich hebe als erste die Hand und gebe zu, dass ich mich selbst durch mein loses Mundwerk des öfteren öffentlich bloßgestellt habe. Der Status Update oder der Kommentar fühlt sich für den Moment gut an, aber am nächsten Tag wundere ich mich, was um alles in der Welt ich mir dabei gedacht hatte. Worte haben Macht – und ich habe das Gefühl, es ist ein Lernprozess zu erkennen, was man öffentlich sagen kann und was nicht. In Sprüche 10,19 heißt es: “Wo viel Worte sind, da geht's ohne Sünde nicht ab; wer aber seine Lippen im Zaum hält, ist klug.”
4. Neid – Die Vergleichsfalle ist genau das – eine Falle! Urlaubsfotos, Bilder von neuen Häusern, neuen Autos, einem Abend mit Freunden sind eine Brutstätte für Neid. Es gibt zwei Seiten der Medaille. Zunächst gibt es da die Person, die diese Information publiziert. Ist es falsch, die Urlaubsfotos oder die Bilder vom Abend mit Freunden zu zeigen? NEIN… aber können wir feinfühlig sein, denen gegenüber, die nicht eingeladen waren, oder sich dieses Jahr keinen Urlaub leisten können. Wir müssen nicht jedes Bild oder jeden Abend mit Freunden posten. Philipper 2,4 besagt: “Ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.” Das ist der Grund, warum ich dieses Jahr nicht die Fotos von unserem Urlaub in Myrthle Beach oder dem Ausflug nach Williamsburg auf meinem Blog veröffentlich habe. Ich möchte feinfühlig der Tatsache gegenüber sein, dass nicht jeder froh darüber ist, diese Bilder zu sehen.
Auf der anderen Seite der Medaille ist Neid überall in der Bibel zu finden und man kann sehen, wie tödlich er für Freundschaften ist. Erinnere dich an Kain und Abel, Josef und der wertvolle bunte Mantel, Haman und Mordechai, Sarah und Hagar, Saul und David, die Pharisäer und Jesus. Das sind nur die Namen von ein paar wenigen, wenn wir genauer hinsehen, finden wir noch viele andere Beziehungen in der Bibel, die durch Neid ruiniert wurden. Neid kommt, wenn wir unsere Augen von Jesus abwenden.
Wenn ich mich durch die Dinge, die in den sozialen Medien passieren entmutigt fühle, komme ich immer wieder zu dem Punkt, an dem ich realisiere, dass ich mich von Jesus abgewandt habe. Hebräer 12,2-3 sind zwei meiner Lieblingsverse und sie besagen: “Lasst uns auf Jesus blicken, den Urheber und Vollender des Glaubens; er hat angesichts der vor ihm liegenden Freude das Kreuz auf sich genommen, ohne auf die Schande zu achten, und sich zur Rechten von Gottes Thron gesetzt. Denkt an den, der von den Sündern solchen Widerstand gegen sich erduldet hat; dann werdet ihr nicht ermatten und den Mut nicht verlieren.”
5. Unangemessene Beziehungen mit Männern. Ich will auf keine Weise sagen, dass Frauen nicht gute Beziehungen zu Männern haben können. Aber für mich selbst (ich möchte nochmals betonen, dass das meine persönliche Überzeugung ist), habe ich beschlossen, dass ich auf Facebook keine männlichen Freunde mehr habe. Falls es dich interessiert, habe ich darüber einen eigenen Post geschrieben.
Würde dein Pfarrer alles, was du diese Woche online gesagt hast, die komplette Gemeinde auf einem Bildschirm lesen lassen… gibt es etwas, wofür du dich schämen müsstest? Wenn dir etwas einfällt – lösche es und erinnere dich an Sprüche 10,19: “Wo viel Worte sind, da geht's ohne Sünde nicht ab; wer aber seine Lippen im Zaum hält, ist klug.”
Die sozialen Medien haben meine Freundschaften sehr beeinflusst. Wir sind für Beziehungen geschaffen. Gott hat Eva geschaffen, damit Adam nicht allein ist. Neben unseren Männern suchen wir tiefe Freundschaften mit anderen Frauen, aber die Sünde ist in unsere Beziehungen eingetreten, weil wir sündige Menschen sind. Manche Frauen verstecken sich den ganzen Tag hinter dem Bildschirm und chatten online, haben aber nie Freunde im echten Leben gefunden. Ich mache es genau anders herum. Ich nehme meine Online-Freundschaften und vertiefe sie, indem ich die Frauen nach hause zum Bibelstudium einlade, ich gründe Good Morning Girls Gruppen, wo wir uns täglich tiefer mit Gott zu beschäftigen, ich skype meinen Online Freuninnen, die zu weit weg wohnen, als dass wir zusammenkommen könnten.
Ich verfolge Real-Live-Freundschaften durch Girls Night Outs und Verabredungen bei mir zuhause. Mein Leben ist voller durch meine Frauenfreundschaften. Ich möchte dich ermutigen, die Online-Freundschaften Offline zu vertiefen.
Jetzt bist du dran – wie haben die sozialen Medien deine Freundschaften beeinflusst?
Walk with the King!

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Courtney Joseph schreibt auf ihrem Blog Women-Living-Well. Sie ist seit 12 Jahren mit ihrem Highschool-Freund verheiratet, unterrichtet ihre Kinder zuhause und hat ihren Abschluss auf dem Moody Bible Institut gemacht. Courtneys Leidenschaft dafür, andere Frauen zu helfen "gut zu leben", hat sie im November 2009 in die Rachel Ray Show gebracht. Seither schreibt sie auf ihrem Blog regelmäßig über Ehe und Familie.

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