Im Sommer letzten Jahres schrieb Courtney Joseph auf ihrem Blog "Women Living Well" eine Serie zum Thema Moderne Medien. Mir hat diese Serie besonders gut gefallen und ich hatte mich in einigen Passagen durchaus wiedergefunden. Mit freundlicher Erlaubnis von Courtney, habe ich diese Serie für Euch übersetzt und werde in den nächsten Wochen immer am Montag ein neues Kapitel posten:
Keith und ich waren vor sieben Jahren in Hilton Head, SC. Wir hatten unseren Sohn bei meinen Eltern gelassen um "mal wegzukommen" und um Zeit miteinander zu verbringen ABER das Blackberry war uns im Weg. Er verbrachte ziemlich viel Zeit damit - daher entschied ich eines Tages beim Mittagessen ein Foto zu machen - als Andenken sozusagen. Im ersten Bild kannst du noch zwei Sandwiches sehen und im zweiten - nur eines. Ich gehe davon aus, dass viele von euch das schon erlebt haben - dein Mann mag vielleicht körperlich nahe sein, aber sein geistig ist er dank der Technologie sehr weit weg.

Ich erinnere mich daran, als mein Mann seinen ersten Laptop von der Arbeit nach hause brachte - das ist über neun Jahre her und war bevor wir Kinder hatten. Er saß neben mir auf dem Sofa und tip, tip, tip war er weg. Ich fing an das Geräusch zu hassen, dass seine Finger auf dem Keyboard machten... das tip, tip, tip war wie Fingernägel, die auf einer Tafel kratzen, für mich. Warum? Weil der Laptop mit mir um die Aufmerksamkeit meines Mannes konkurrierte!
Dann, nur ein oder zwei Jahre später, kam das Blackberry. Es war großartig, weil mein Mann all seine Emails darauf abrufen konnte. Seine Freunde warnten ihn, dass das Blackberry einen süchtig machen konnte, wie Kokain (am. crack) - sie nannten es Crackberry! Es war diese Omnipräsenz des Telefons, die es mir so schwer machte damit klar zu kommen. Es klingelte während des Abendessens, mitten in der Nacht, in der Kirche, im Auto während der Fahrt und bei Familienfeiern. Jetzt konkurrierte ich mit einem Laptop UND einem Blackberry!
Dann änderte sich unsere Welt und ich bekam einen Laptop (und später auch ein Blackberry!)! Jetzt konnten wir nebeneinander mit unseren Laptops auf der Couch sitzen. Das Tippen störte mich nicht mehr, denn ich tippte jetzt auch. Ich betrat die Welt von Blogs, Facebook, Twitter, YouTube und Skype. Ich liebte all die Netzwerke und meine Möglichkeiten zu lernen waren unbegrenzt - von Rezepten über Dekoration bis Theologie und Erziehung - das WorldWideWeb faszinierte mich!
War all diese Technologie eine Quelle für Auseinandersetzungen in unserer Ehe? JA! Und tausendmal ja! Wir haben immer wieder darüber diskutiert wie viel zu viel ist und wann die richtige oder falsche Zeit für die Nutzung dieser Technologie ist.
Es fällt mir schwer mich an das einfache Leben von früher zu erinnern - als die einzige mediale Quelle in unserem Apartment als Neuvermählte der Fernseher war! Und es ist manchmal schwierig die Technologie zu handhaben, denn es gibt keine Vorbilder dafür, wie man mit ihr umgeht. Ich kann nicht sagen, dass "Mama und Papa es auf diese oder jene Weise getan hatten", denn sie hatten diese Technologie nicht. Jetzt haben wir beide iPods und iPads - neue Technologien fordern mehr Aufmerksamkeit. Jeden Tag müssen wir mit dem Gebrauch dieser Geräte neu zurechtkommen, denn uns ist klar, dass wir leicht mit der ganzen Welt in Verbindung sein können, während sich die Person neben uns auf dem Sofa von uns entfernt.
Ich habe schon früher erwähnt, dass Technologie amoralisch ist. Sie ist weder gut noch schlecht, nur die Art, wie wir sie nutzen, bedingt ihre Moral. Ich habe spirituell sehr von all den medialen Möglichkeiten profitiert, die ich täglich nutze, aber ich habe eine Liste von Fallen erstellt, die ich für Ehe & Medien sehe:
1. Zeit - wir müssen uns bewusst werden, wie viel Zeit wir online verbringen und wie viel Zeit wir dem gegenüber dafür aufwenden um den Bedürfnissen unseres Ehemannes gerecht zu werden. Vor allem denen im Schlafzimmer... ich sag's ja nur!
2. Vorsicht vor unangemessenen Online-Beziehungen
"Seid besonnen und wachsam und jederzeit auf einen Angriff durch den Teufel, euren Feind, gefasst! Wie ein brüllender Löwe streift er umher und sucht nach einem Opfer, das er verschlingen kann." (1. Petrus 5,8) Ich habe kürzlich gelesen, dass mittlerweile bei über 20% der Ehescheidungen die Nutzung von Facebook als Grund für die Scheidung angeben wird - da es in den meisten Fällen zu einer Affäre geführt hatte. Obwohl meine Ehe solide ist, möchte ich für den Teufel die Tür nicht offen stehen lassen, daher habe ich beschlossen alle Männer (außer Verwandten) von meiner Freunde-Liste auf Facebook zu löschen. Das ist meine persönliche Überzeugung und ich sage nicht, dass alle Frauen dies tun sollen - aber wenn du zur Zeit online mit einem Exfreund kommunizierst oder mit einem anderen Mann als deinem Ehemann flirtest - STOP! Ergreife jede Maßnahme die notwendig ist, um diese unangemessene Beziehung zu beenden.
3. Despektierliches Online-Gerede über deinen Mann
Es lässt mich zusammenzucken, wenn ich es sehe. Wir müssen unsere Worte vorsichtig wählen, wenn wir online über unsere Männer sprechen. Gerade weil Facebook so öffentlich ist, müssen wir uns in Acht nehmen nicht zu jammern, zu kritisieren oder uns über unsere Männer auszulassen, während es die ganze Welt sehen kann. Ich selbst habe gutgläubig aber ohne Erlaubnis Details über meinen Mann preisgegeben und ihn damit sehr verärgert. Einmal habe ich etwas über ihn geschrieben, von dem ich dachte, es wäre witzig und - lasst es mich einfach so sagen - er fand es überhaupt nicht witzig. Ups! Wir leben und wir lernen und das nächste Mal machen wir es besser. Es ist so wichtig auf die Gefühle unseres Mannes zu achten und sie zu respektieren. Denkt daran, dass Gott gesagt hat, "dass die Ehefrau ihren Mann achten und respektieren soll." (Epheser 5,33). Was wir über unsere Männer online schreiben, soll herausragen und sich von dem was alle schreiben abheben! Kein Niedermachen - nutzt diese Plattform lieber um ihn zu loben!!!
4. Leider ist durch das Internet P*grafie in christliche Haushalte gekommen, in denen vor 10 Jahren noch niemand Zugang dazu hatte.
Ich habe keine Erfahrung damit in meiner Ehe - aber für Frauen, die damit konfrontiert sind, habe ich eine Liste von 11 Hilfsmitteln für Frauen, deren Männer süchtig nach P*grafie sind erstellt.
5. Wir sehen das Leben der anderen und werden neidisch, mutlos und unzufrieden.
Wahrscheinlich sollte ich einen ganzen Post zu diesem Thema verfassen, denn es ist ein schwerwiegendes Problem, dass die sozialen Medien für Frauen geschaffen haben. Während es großartig ist sich zu vernetzen , kann es einer Frau, die wenig Geld hat, Kummer bereiten, wenn sie die Urlaubsfotos von anderen sieht. Für eine Frau, deren Mann sie nie zum Essen ausführt, kann es schmerzhaft sein, wenn sie von den Abenden anderer Paare hört. Es kann zu Vergleichen und zu einer "das Gras ist anderswo viel grüner" Mentalität führen, die Gift für deine Ehe ist! Wir können fälschlicherweise glauben, dass ein anderer Mann besser ist als unserer, wenn wir sie in Bezug auf Romantik, Spiritualität, Finanzen oder Fitness vergleichen. Alle Männer haben Fehler (genau so wie wir), alle Ehen haben Fehler - glaube nicht, dass das Gras irgendwo anders grüner ist, gieße und pflege lieber deinen eigenen Rasen und mach' dein Gras grüner!
Nun habe ich die negativen Seiten aufgezählt, aber ich weiß, dass es viele positive gibt. Es wäre wunderbar, wenn ihr eure Gedanken zum Thema Medien und Ehe in den Kommentaren teilt.

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Courtney Joseph schreibt auf ihrem Blog Women-Living-Well. Sie ist seit 12 Jahren mit ihrem Highschool-Freund verheiratet, unterrichtet ihre Kinder zuhause und hat ihren Abschluss auf dem Moody Bible Institut gemacht. Courtneys Leidenschaft dafür, andere Frauen zu helfen "gut zu leben", hat sie im November 2009 in die Rachel Ray Show gebracht. Seither schreibt sie auf ihrem Blog regelmäßig über Ehe und Familie.

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