Montag, 23. April 2012

iPad, iPod, iPhone oder "das Große I AM"?

Im Sommer letzten Jahres schrieb Courtney Joseph auf ihrem Blog "Women Living Well" eine Serie zum Thema Moderne Medien. Mir hat diese Serie besonders gut gefallen und ich hatte mich in einigen Passagen durchaus wiedergefunden. Mit freundlicher Erlaubnis von Courtney, habe ich diese Serie für Euch übersetzt und werde in den nächsten Wochen immer am Montag ein neues Kapitel posten:


Als ich in das Thema dieser 8-Wochen-Serie "Medialer Montag" eingestiegen bin, habe ich mich dazu verpflichtet, meine Zeit am Computer zu protokollieren. Während dieser acht Wochen will ich bewusst leben. Ich will wissen, wie viele Stunden ich täglich am Computer verbringe und was in aller Welt ich dort tue. Mein Ziel ist es, nicht mehr als drei Stunden täglich online zu sein, Blog Posts verfassen, soziale Medien, wie Twitter, Facebook und Blogs lesen, YouTube-Videos ansehen und Emails beantworten eingeschlossen.

Die mit Medien gesättigte Welt von oben betrachtend, sehe ich eine Gemeinsamkeit: Wir sind eine abgelenkte Generation. Piepser und Klingeltöne bringen uns dazu wie Pawlov'sche Hunde zu reagieren! Egal wo wir sind - im Supermarkt, in der Kirche, mitten beim Abendessen oder sogar beim Autofahren - diese Klingeltöne bringen uns dazu, unser Telefon abzunehmen oder zum Computer zu rennen. Wir hoffen, dass uns dort etwas zum Lachen bringt, uns Sinn gibt, uns dazu bringt, uns geliebt zu fühlen oder dass wir diese wirklich wichtige Information bekommen, die unser Leben verändert.

Medien sind amoralisch. An und für sich sind sie weder gut noch schlecht. Wie wir sie benutzen entscheidet über ihre Moral. Da diese Technologie in der Bibel nicht erwähnt wird, müssen wir jedem Gläubigen die Möglichkeit geben seine eigene Überzeugung im Umgang mit den Medien zu finden und ihr zu folgen.

Aber lasst mich meine Besorgnis in ein paar Punkten mit euch teilen.

1. iPad, iPod und iPhone kann uns vom "Großen I AM" ablenken. Fast 20 Jahre lang, bin ich früh am Morgen aufgestanden um zu Beten und über Bibelstellen zu meditieren - aber in den vergangenen Jahren habe ich öfters diesen Zug zum Computer verspürt. Es fällt mir schwer, still zu sein und bei dem großen Glass vom erfrischenden Wasser des Lebens zu verweilen. Lieber, als es in kleinen Schlucken zu trinken, zu meditieren und für meine Familie und meine Freunde zu beten, trinke ich hastig, denn ich kann die Klingeltöne hören und weiß, dass viele Dinge online über Nacht passieren. Sobald ich online bin, hören die persönliche Andacht und die Gespräche, die ich mit dem "Großen ICH BIN" habe, auf.

2. Während Gott durch fromme Männer und Frauen online zu mir spricht, erduldet unsere Generation ein Überangebot an Information. Wenn wir online Weisheit suchen (und was für eine große Freude ist es mit erstaunlichen, gläubigen Männern und Frauen Kontakt zu finden!), möge es uns gelingen, niemals Weisheit durch Information zu ersetzen. Es sei denn, wir nehmen uns die Zeit, wirklich über das, was wir gelernt haben, nachzudenken, es aufzuschreiben, zu beten und es zu leben - viel von der Information, die wir lesen, werden wir schnell aus unserem Gedächtnis verlieren, wenn wir neue Informationen aufnehmen. Wir brauchen Zeit für Pausen, Aufarbeiten und ernsthafte Überlegungen. Das bedeutet, dass wir weniger online lesen oder nur auf ein paar Stimmen hören, so dass wir die Zeit haben, das zu leben, was wir gelernt haben.

3. Wir sind eine schnelle und effiziente Generation. Multitasking ist zu einer Tugend geworden. Aber wenn es um unsere Stille Zeit geht, dann ist das NICHT die Zeit um effizient zu sein! Wir wollen nicht durch eine Zwei-Minuten-Andacht rasen. Wir müssen Gott hochwertige und ein großes Maß an Zeit schenken.
Tim Challies schreibt in "The Next Story":
"Wir müssen Christen sein, die sich die Zeit nehmen um das ununterbrochene Augenmerk auf eine Sache zu richten - die Verehrung des lebendigen Gottes. Er ruft uns nicht dazu auf, das Studium seines Wortes oder die Andacht effizienter zu erfüllen. Gott ruft uns auf, sein Wort nachdenklich zu lesen, ihm die Zeit und die Aufmerksamkeit zu geben, die es benötigt - die Aufmerksamkeit die wir brauchen - wenn das Wort bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Gelenk und Mark durchdringen soll, wenn es über die Regungen und Gedanken des Herzens richten soll." (Hebräer 4,12)
4. Achtung - auch wenn die Medien kostenlos zu sein scheinen, sie kosten dich etwas sehr wertvolles - ZEIT! Die Medien sind dazu erdacht, dich einzunehmen - in einer gewissen Art und Weise emotional zu binden - "kauf mich, probier mich aus, sieh mich an" ("buy me, try me, watch me"). Es überzeugt uns. Es prägt uns. Es ändert unsere Art zu denken. Lass mich ehrlich sein - Es hat eine Zeitknappheit in meinem Leben verursacht.  Und das macht mich ratlos, denn alles um mich herum ist SO effizient. Mein Geschirrspüler spült mein Geschirr, während meine Waschmaschine die Wäsche wäscht und der Trockner sie trocknet. Mein Auto bringt mich schnell von einem Ort zum anderen und in meinem Supermarkt kann ich in Plastik eingeschweißtes Hähnchen, Obst und Gemüse kaufen (anstatt Hühner, Obst und Gemüse selbst zu ziehen). Warum also habe ich diese Zeitknappheit? Ich kann das nur auf die Zeit zurückführen, die ich mit den Medien verbracht habe - und genau deshalb verbringe ich die nächsten acht Wochen damit, meine Zeit zu protokollieren.
Haben wir die Kraft des "i(ch)" vergessen - nicht die des iPad, iPhone oder iPod, sondern die des GROSSEN ICH BIN (the GREAT I AM)?
Jesus sagte:
Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben (Johannes 6,35)
Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben. (Johannes 8,12)
Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden. (Johannes 10,9)
Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe. (Johannes 10,11)
Ich bin die Auferstehung und das Leben. (Johannes 11,25)
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. (Johannes 14,6)
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen. (Johannes 15,5)
Kann es sein, dass unsere Generation Zeit mit dem GROSSEN ICH BIN fehlt, aufgrund der Ablenkung von iPads, iPods und iPhones?

Wie ziehen dich die Medien an? Ist es die Information, die Weisheit, Tipps und Anleitungen, Unterhaltung, Beziehungen oder hat es andere Gründe? Und welchen guten oder schlechten Einfluss hat es auf deine Beziehung zu Gott?

Walk with the King!

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Courtney Joseph schreibt auf ihrem Blog Women-Living-Well. Sie ist seit 12 Jahren mit ihrem Highschool-Freund verheiratet, unterrichtet ihre Kinder zuhause und hat ihren Abschluss auf dem Moody Bible Institut gemacht. Courtneys Leidenschaft dafür, andere Frauen zu helfen "gut zu leben", hat sie im November 2009 in die Rachel Ray Show gebracht. Seither schreibt sie auf ihrem Blog regelmäßig über Ehe und Familie.

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