Im letzten Jahr hatte ich mir zwei kleine Rituale zur Gewohnheit gemacht, mit denen ich auch jetzt wieder angefangen habe:
Ich zünde mir am Morgen, in der allergrößten Hektik von Frühstück herrichten, Pausenboxen füllen, Betten machen, Kinder anziehen und am Ende noch die eigenen Haare kämmen eine dicke Kerze an! Und ich bin immer wieder überrascht, wie sehr mich der Anblick dieser Kerze beruhigt. Die Kerze steht mitten in der Küche, wo ich sie immer im vorbei gehen sehe und manchmal diese Millisekunde lang inne halte um Atem zu holen. Und auch den Rest der Familie ertappe ich zwischendurch immer mal beim Innehalten.
Mein zweites Herbst-Ritual ist meine Tasse Tee am Abend. Dafür habe ich sogar eine eigene Tasse, die ich nur für meinen abendlichen Tee verwende und die sonst keiner in der Familie auch nur anfasst. Wenn dann abends die Kinder schlafen und das Haus still und ruhig ist, genieße ich meinen Lieblingstee (Roibusch Pflaume mit einem Spritzer Apfelsaft) und lasse den Tag mit den Aufgaben ausklingen, die mir Spaß machen.
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