Dienstag, 21. Oktober 2014

Eine herbstliche Kerze

Was macht aus einem Heim eine Oase? Einen Platz an dem sich die Menschen, die dort leben wohl fühlen können, geschützt und sicher vor der Welt da draußen, ein Platz, wo alle sie selbst sein können und wo sie abschalten und zur Ruhe kommen können. Klingt toll… ist es auch!

Herbstchallenge

Es gibt Tage, da wissen wir, von dieser Oase sind wir weit, weit entfernt: Wir meckern an unserem Ehemann herum, kritisieren unsere Kinder (oder umgekehrt) und können uns selbst auch nicht wirklich gut leiden.

Im Sommer findet vieles außerhalb der Familie statt: Picknicks, Sportveranstaltungen, Schulfeste… der Kalender wird schneller voll als man hineinschreiben kann. Im Herbst habe ich manchmal das Gefühl, ich brauche wieder ein wenig Stillstand, Familienzeit. Es wird früher dunkel, an langen Regentagen ist man mehr zuhause und schon schleicht sich das Bild vom perfekten Zuhause in unsere Gedanken ein: Das ruhige, gemütliche und behagliche Zuhause. Eingerichtet wie aus Schöner Wohnen und alle sind friedlich und nett zueinander.

Ganz ehrlich – davon bin ich meistens Lichtjahre entfernt! Aber, eines habe ich in den letzten Jahren herausgefunden: Der Satz “Ain’t mommy not happy, nobody’s happy” stimmt wirklich! Sobald ich selbst unausgeschlafen, angespannt oder unausgeglichen bin, mit der Gesamtsituation unzufrieden oder sonst irgendwie misslaunig – ist es auch der Rest der Familie! Es ist immer wieder überwältigend, wie viel Einfluss ich indirekt auf die Stimmung in der Familie habe. Wie ich mich verhalte, wie ich rede, was ich tue färbt so sehr auf meine Liebsten ab, es ist manchmal schon fast erschreckend.

Und das Ergebnis dieser Erkenntnis – bin ich immer fröhlich, lustig und gut gelaunt, niemals ungeduldig, nörgelig oder ungerecht? Schön wär’s!

Aber ich bin mir der Situation bewusst und versuche immer wieder ganz bewusst einen Gang herunterzuschalten, zu überlegen, was ich eigentlich will, wenn ich mal wieder ein Kind zurechtweise und ganz bewusst das Gute in meinen Kindern zu sehen, ihre Stärken und das Geschenk, dass sie für mich sind.

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Dabei hilft mir (und damit komme ich endlich zum Zweck dieses Posts) meine Kerze! Denn ich versuche meine Kerzen zu mehr zu nutzen, als nur zu hübschen Dekorationszwecken. Ich habe mir angewöhnt bei meinen Kerzen innezuhaltendanke zu sagen oder auch bitte, und manchmal einfach nur ein verzweifeltes “Herr hilf!”…

Meine Kerzen brennen im Winter öfter als im Sommer. Oft schon gleich am Morgen, wenn die Kinder schwer aus den Betten kommen und dann alles noch ein wenig schneller laufen muss als eigentlich notwendig wäre. Meistens ab dem Nachmittag wieder, wenn es draußen dämmrig wird und kühl und eigentlich immer abends, wenn es ruhig wird im Haus und vor allem an den Tagen, wenn ich dann das Gefühl habe endlich einmal Zeit zum durchschnaufen zu haben.

Kerzen

geben Wärme

warmes Licht

erhellen

beruhigen

sind lebendig.

Wann brennen eure Kerzen? Zündet eine Kerze an und dankt oder bittet für eure Familie, für den Frieden im Haus und in euren Herzen. Damit Mammi happy ist und damit auch alle anderen!

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Ich wünsche euch einen wunderbaren Herbst!

Montag, 20. Oktober 2014

Herbst im Internet

Ah… wir haben Herbst! Meine Lieblingsjahreszeit! Überall gelb, rot und orange! Wunderschön!!! Sogar meine Bildschirmschoner leuchten in gelb und orange! Die Tagen werden kürzer, die Kerzen brennen wieder öfter und es wird Zeit, die Herbst- und Wintergarderobe durchzusehen.

Sonnenblumen

Die Sonnenblumen, die wir in den alten Sandkasten gepflanzt hatten, sind doch noch erblüht. Ende September dachte ich schon, das wird nichts mehr. Jetzt haben wir mindestens zwanzig Sonnenblumenblüten und sie sehen in der Herbstsonne ganz wunderbar aus!

Spinnennetz

Dieses nette Tierchen ist NICHT mein Freund – aber das Netz war einfach zu schön um nicht fotografiert zu werden. Diese ganzen wuseligen Kleinsttiere gehören halt auch dazu.

Kürbis backenKürbis backen

Kürbisse werden gebacken, püriert und eingefroren – zu Suppe verkocht oder als Beilage im Ofen gebacken. Leckerer Pumpkin-Pie will gebacken werden…

Richtig viel Herbst kann man jetzt auch auf Pinterest finden:

Pinterest_Herbst

Auch hier leuchten die Pins in gelb, rot und orange und mit den vielen brennenden Kerzen fühlt sich diese nasse Jahreszeit gleich viel wärmer an! Schau doch einfach mal vorbei!

Freitag, 17. Oktober 2014

Essen vom {Blech}

Wer “Ein bisschen Haushalt…” schon länger kennt, weiß, dass Kochen bei mir vor allem schnell gehen muss und unkompliziert sein soll. Trotzdem möchte ich möglichst frische Speisen mit wenig oder besser keinen Zusätzen auf den Tisch bringen. Manchmal gar kein so einfaches Unterfangen und noch schwieriger, wenn man zusätzlich zwei etwas mäkligen Essern und dem eigenen Wunsch nach Abwechslung gerecht werden möchte…

Bewährt hat sich in meiner Küche daher das “Essen vom Blech”. Klingt erst einmal nach Kantine und Einheitsbrei – ist aber ganz anders gemeint!

  • Alle Zutaten werden im Ofen gegart.
  • Gerade bei Gemüse kann man für jedes Kind das anbieten, was es gerne mag.
  • Kartoffeln aus dem Ofen gehen immer, die kann man nämlich als Pommes verkaufen!
  • Fisch, Würstchen und Hähnchen kann man wunderbar im Ofen garen oder braten.
  • Am Ende der Kocherei hat man nur ein oder zwei Bleche abzuspülen.
  • Schlimmstenfalls kann man den Ofen zwischendurch kurz abstellen, ein Kind von der Schule holen und beim nach hause kommen weiterkochen (lassen).

Noch Fragen? Klar – was koche ich so im Ofen…

Lachs vom Blech

Der Klassiker: Gemüse & Kartoffeln mit Fisch (z.B. Lachs)

Würstlblech

Die Würstl-Pfanne im Ofen mit Wiener Würstchen, Kartoffeln, Karotten, Paprika, Auberginen und Zucchini.

Teriyaki Hähnchen

Geniales Rezept: Teriyaki Hähnchen

Seelachs vom Blech

Fisch etwas anders: Seelachsfilets mit Kartoffeln und Kohlrabi-Scheiben.
Jetzt im Herbst könnte man diese auch durch Kürbis ersetzen.

Hähnchen vom Blech

Schnelles Hähnchenrezept: Zwiebeln, Kartoffeln und Paprika in mundgerechte Stücke schneiden.
Hähnchenschenkel waschen, auf das Gemüse legen, mit Öl bestreichen und würzen.
Salz & Pfeffer drüber, nach Geschmack auch Paprikapulver.

Rindfleisch vom Blech

Bei dieser Variante wird das Rindfleisch in kleinen Stücken zunächst auf dem Blech gebraten und dann zur Seite gestellt.
Danach kommen Kartoffeln und Gemüse auf das Blech und werden gegart.
Am Schluss kommt das Rindfleisch wieder zurück zum Gemüse und wird mit Creme Fraiche abgeschmeckt.

Hähnchenvariante vom Blech

Eine andere Blechvariante: Zucchini auf ein Blech verteilen,
Hähnchenbrust darauf legen, Kirschtomaten verteilen und Mandelstifte darüber streuen.
Mit Öl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen.

In der Regel lasse ich alles bei 200°C für ca. 30 - 40 Minuten braten. Je nach Menge und Gemüse kann es auch einmal schneller gehen. Gewürzt wird mit Pfeffer, Salz und Kräutern. Als Gemüse kann man eigentlich alles verwenden, was man schneiden kann und was nach dem Kochen bissfest bleibt: Karotten, Paprika, Kürbis, Zucchini, Auberginen (die werden allerdings sehr weich), Zwiebeln, Frühlingszwiebeln, Kohlrabi, Lauch (als 10 cm lange Stängel oder halbiert), …

Als Beilage eignen sich leider nur Kartoffeln. Oder man bereitet nur Fleisch/Fisch und Gemüse im Ofen zu und nimmt als Beilage Brot, wie Baguette oder Semmeln.

Guten Appetit!

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Fingerstricken

Haben Eure Kinder Lust auf handarbeitliche Arbeiten, aber nicht die Ausdauer für grössere Projekte? So ist es bei meinen oft. Deswegen ist Fingerstricken eine gute Alternative.

Es ist auch für Grundschulkinder leicht zu lernen und verspricht schnelle Ergebnisse.


In den Anfang der Wolle eine Schlaufe knoten und diese über den Daumen stecken. Das ist nur für den Anfang wichtig, damit sich nichts wieder auftrennt, die Schlaufe kann nach ein paar Runden Stricken wieder entfernt werden.


Den Faden nun immer abwechseln über die Finger fädeln, bis auf jedem Finger zwei Schlaufen sind.



Nun an einem Ende der Hand beginnend immer die untere Schlaufe über den Finger ziehen.
Wieder eine Runde mit dem Faden wickeln und immer die untere Schlaufe über den Finger abstreifen. So entsteht allmählich ein langes Stück Gewebe, das man z. B. als Schal, Gürtel oder Kopfband benutzt werden kann.


Am Ende Wird dann die Schlaufe vom kleinen Finger auf den Ringfinger geschoben, die untere Schlaufe wieder übergestülpt. Dann die Schlaufe vom Ringfinger auf dem Mittelfinger, untere Schlaufe überstülpen usw.


 Am Ende bleibt eine Schlaufe übrig.
Den Faden nun vom Knäuel abschneiden, das Ende durch die Schlaufe stecken und festziehen.





Es gibt auch auf youtube Videoanleitungen, die das Ganze schön anschaulich zeigen.
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